Wie hoch ist die Warscheinlichkeit, dass ich eine Nachkorrektur brauche?

Autor: Dr. Victor Derhartunian 23 Juli 2021

Stell dir vor, du wachst morgens auf, blickst aus dem Fenster und siehst jedes Blatt an den Bäumen gestochen scharf – ganz ohne den Griff zur Brille. Ein Traum, oder? Wenn du über Augenlasern nachdenkst, ist die Vorfreude meist riesig, aber oft schleicht sich eine leise Frage ein: „Was passiert eigentlich, wenn das Ergebnis beim ersten Mal nicht perfekt ist? Muss ich dann etwa noch mal unters Messer?“ Diese Sorge ist völlig verständlich. Schließlich geht es um deine Augen. In der Eyelaser Klinik Zürich spielen wir mit offenen Karten und erklären dir genau, wie oft wir wirklich „nachbessern“ müssen und warum das kein Grund zur Panik ist.

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Sind Nachkorrekturen ein Zeichen für einen misslungenen Eingriff?Nein, wir nutzen sie als präzises Instrument für den letzten Feinschliff, um dein Sehergebnis zu perfektionieren.
  • Welcher Faktor bestimmt, ob ich eine Nachbehandlung brauche?Die Wahrscheinlichkeit hängt fast ausschließlich davon ab, wie hoch deine ursprünglichen Dioptrien-Werte waren.
  • Wie sicher ist das Ergebnis bei einer normalen Kurzssichtigkeit?Bis zu einem Wert von 5 Dioptrien ist eine Nachkorrektur mit nur zwei Prozent eine absolute Seltenheit.
  • Warum steigt das Risiko bei sehr starken Sehfehlern an?Ab 5 Dioptrien reagiert das lebende Gewebe des Auges intensiver auf den Laser, was kleine Abweichungen wahrscheinlicher macht.
  • Muss ich bei einem zweiten Eingriff mit Schmerzen rechnen?Nein, die Nachkorrektur ist meist noch kürzer als die erste OP und verläuft völlig unkompliziert.

Ist eine Nachkorrektur ein Grund zur Sorge?

Hast du dich jemals gefragt, warum wir in der Medizin keine Garantien wie bei einem Toaster geben können? Ganz einfach: Wir arbeiten nicht mit leblosem Plastik, sondern mit deinem individuellen, lebenden Gewebe. Jeder Körper heilt in seinem eigenen Tempo und auf seine ganz eigene Weise. Deshalb ist eine Nachkorrektur (wir nennen das auch „Enhancement“) in der refraktiven Chirurgie kein „Unfall“, sondern oft der Weg zur absoluten Perfektion.

Dr. Victor Derhartunian ordnet ein: Warum Nachbehandlungen in der refraktiven Chirurgie normal sind

Dr. Victor Derhartunian sieht die Sache ganz entspannt und möchte dir die Angst nehmen. Er weiß aus tausenden Behandlungen:

„In der Augenlaserchirurgie sind Nachkorrekturen etwas ganz Normales. Wir betrachten sie als ein Werkzeug, um das Maximum an Sehqualität für unsere Patienten herauszuholen.“

Stell dir das Ganze wie den letzten Schliff bei einem Juwelier vor. Wenn wir nach der Heilung merken, dass noch ein winziger Restwert von vielleicht -0,5 Dioptrien übrig geblieben ist, korrigieren wir das einfach. Das Ziel ist immer, dass du am Ende absolut glücklich mit deiner Sicht bist – und wenn dafür ein zweiter, winziger Schritt nötig ist, dann gehen wir diesen gemeinsam.

Der entscheidende Faktor: Die Höhe Ihrer Dioptrien

Gibt es eine Glaskugel, die uns sagt, ob du eine Nachbehandlung brauchst? Nicht ganz, aber wir haben sehr verlässliche Statistiken. Die Faustregel ist simpel: Je mehr der Laser an deiner Hornhaut verändern muss, desto mehr „Arbeit“ hat dein Körper bei der Heilung. Und genau dort liegt der Knackpunkt.

Bis 5 Dioptrien Kurzsichtigkeit: Eine sehr seltene Ausnahme (ca. 2%)

Gehörst du zur Gruppe mit einer moderaten Kurzsichtigkeit? Dann haben wir gute Nachrichten für dich. Unsere Erfahrung in Zürich zeigt:

„Bis zu einer Dioptrienzahl von circa 5 Dioptrien Kurzsichtigkeit sind Nachkorrekturen extrem selten. Wir sprechen hier von gerade einmal zwei Prozent“, erklärt Dr. Derhartunian.

Das bedeutet im Klartext: 98 von 100 Patienten verlassen unsere Klinik nach nur einem Termin mit perfekter Sicht. Die Chancen stehen also verdammt gut für dich!

Ab 5 Dioptrien: Warum die Wahrscheinlichkeit für einen zweiten Eingriff ansteigt

Wenn deine Werte höher liegen, zum Beispiel bei -7 oder -9 Dioptrien, müssen wir mehr Gewebe modellieren. Das Auge „erinnert“ sich manchmal an seine alte Form und versucht, während der Heilung ein wenig gegenzusteuern – wir Mediziner nennen das Regression.

Dr. Derhartunian bestätigt: „Ab 5 Dioptrien steigt die Rate an.“

Aber keine Sorge: Wir planen das bei hohen Werten von vornherein mit ein. Sollte dein Auge also etwas eigenwillig heilen, holen wir uns die restliche Schärfe einfach in einem kurzen zweiten Termin zurück.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Muss ich die Nachkorrektur extra bezahlen?

Das ist eine der wichtigsten Fragen! In der Eyelaser Klinik Zürich setzen wir auf Transparenz. In den meisten unserer Pakete ist eine Nachkorrektur innerhalb eines gewissen Zeitraums (oft zwischen 1 und 5 Jahren) bereits im Preis enthalten. Du erlebst also keine bösen finanziellen Überraschungen.

2. Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Nachlasern?

Geduld ist hier wichtig. Wir können nicht sofort nachbessern, weil dein Auge Zeit zum Heilen braucht. Meistens warten wir etwa 3 bis 6 Monate, bis wir uns absolut sicher sind, dass deine Werte stabil bleiben. Erst dann setzen wir den Laser für das Finale ein.

3. Ist der zweite Eingriff gefährlicher als der erste?

Ganz klar: Nein. Die Risiken sind genauso minimal wie beim ersten Mal. Da wir beim Nachlasern nur noch einen winzigen Bruchteil an Gewebe abtragen, ist der Eingriff oft sogar noch schonender und schneller erledigt.

4. Kann man eigentlich beliebig oft nachlasern?

Theoretisch ja, praktisch nein. Es kommt darauf an, wie viel Hornhautgewebe du noch als „Reserve“ hast. Wir messen das vor jedem Eingriff extrem genau aus. Sollte deine Hornhaut zu dünn sein, finden wir alternative Lösungen – aber Sicherheit steht bei uns immer an erster Stelle.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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