Erfahrungsbericht: Augenlasern (Femto-LASIK) bei starker Kurzsichtigkeit

Autor: Dr. Victor Derhartunian 23 Juni 2021

Hand aufs Herz: Kennen Sie diesen Moment, wenn Sie morgens aufwachen und die Hand erst mal panisch über den Nachttisch rudert? Wo ist die Brille? Ohne sie ist der Wecker nur ein verschwommener, leuchtender Fleck. Für Menschen mit einer leichten Sehschwäche mag die Brille ein schickes Mode-Statement sein. Aber wenn wir uns in Regionen jenseits der -6 oder -8 Dioptrien bewegen, reden wir nicht mehr über Eitelkeit. Wir reden über Orientierung, über Sicherheit – schlichtweg über Lebensqualität.

Viele glauben ja immer noch, dass bei solch hohen Werten der Zug für eine Laser-OP längst abgefahren ist. „Zu blind für den Laser“, hören wir oft. Dass das ein gewaltiger Irrtum sein kann, zeigt die Geschichte von Tamara R. Sie kam mit stolzen -8,5 Dioptrien zu uns in die EyeLaser Klinik Zürich – und ging mit einem völlig neuen Lebensgefühl nach Hause.

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Ist Augenlasern bei extrem schlechten Werten überhaupt drin?Ja, absolut – moderne Methoden wie die Femto-LASIK schaffen oft auch starke Kurzsichtigkeit bis ca. -10 Dioptrien, solange Ihre Hornhaut mitspielt.
  • Was, wenn ich während der OP vor Aufregung zucke?Keine Panik: Unsere Laser haben eingebaute „Verfolgungsjagdsysteme“ (Eye-Tracker), die jede Ihrer Bewegungen blitzschnell ausgleichen.
  • Tut das Ganze weh?Nein, der Eingriff selbst ist komplett schmerzfrei; stellen Sie sich aber darauf ein, dass Ihre Augen in den ersten Stunden danach sehr lichtempfindlich sind.
  • Wann kommt dieser berühmte „Wow-Moment“?Meistens sofort – Tamara beschreibt es treffend als Verwandlung vom „blinden Huhn“ zum „Adlerauge“ in nur 15 Minuten.
  • Lohnt sich der Stress wirklich?Fragen Sie Tamara: Sie ist heute zu 100 % zufrieden und bereut eigentlich nur eines – dass sie 15 Jahre gewartet hat.

Die Ausgangslage: Leben mit extremer Kurzsichtigkeit

Was passiert da eigentlich im Auge? Physikalisch betrachtet bedeutet Kurzsichtigkeit (Myopie), dass Ihr Augapfel einfach ein Stück zu lang gewachsen ist. Das Bild landet nicht auf der Netzhaut, sondern weit davor. Das Ergebnis kennen Sie: Ohne Hilfsmittel sieht die Welt aus wie ein verschwommenes Impressionismus-Gemälde.

Der Alltag mit -8,5 Dioptrien und Sehhilfen

Für Tamara R. war eine scharfe Sicht ohne Hilfe völliges Neuland. Bei -8,5 Dioptrien ist die Brille kein Hilfsmittel mehr, sie fühlt sich eher an wie ein festgewachsenes Körperteil. Zuletzt versuchte sie es ein Jahr lang mit Kontaktlinsen und kam damit auch ganz gut klar.

Aber sind wir doch mal ehrlich: Bei solchen Werten sind Kontaktlinsen oft nur eine „Krücke“. Sie trocknen das Auge aus, und spätestens abends auf der Couch muss die Brille doch wieder her. Die Abhängigkeit bleibt, egal was man tut.

Langjährige Zweifel: Finanzielle Hürden und Angst vor dem Misserfolg

Der Traum vom Lasern schlummerte schon seit 15 Jahren in Tamara. Warum hat sie es nicht früher gemacht? Es gab zwei große Bremser:

  1. Das liebe Geld: „Kann ich mir das überhaupt leisten?“
  2. Die Physik: „Geht das überhaupt bei fast -9 Dioptrien?“Ihre größte Angst war dabei gar nicht der Eingriff selbst, sondern das Ergebnis: Viel Geld bezahlen und am Ende bleiben trotzdem -2 Dioptrien übrig? Lohnt sich das dann überhaupt?

Der Entscheidungsprozess für die Laser-OP

Manchmal braucht man einfach einen kleinen Stupser von außen, oder?

Der entscheidende Impuls aus dem Freundeskreis

Bei Tamara war dieser Stupser eine Freundin, die sich bei EyeLaser in Zürich behandeln ließ – und zwar „einfach so spontan“, wie Tamara erzählte. Das saß. Sie dachte sich: „Moment mal, ich will das seit 15 Jahren, und sie macht es einfach?“

Das war der Startschuss. Tamara sagte sich: „Okay, ich schaue mir das an. Sind mir die Leute sympathisch? Fühle ich mich wohl?“

Das Beratungsgespräch in der EyeLaser Klinik Zürich

Und ob sie sich wohlfühlte. Die Chemie stimmte sofort. Wir haben ihre Hornhaut vermessen, die Dicke geprüft und simuliert, was machbar ist. Das Ergebnis war eindeutig: Auch -8,5 Dioptrien waren kein Hindernis.

Tamara fackelte nicht lange. Sie schlief genau eine Nacht darüber. Am nächsten Morgen um acht Uhr klingelte bei uns das Telefon: „Ich will den Termin.“

Der Operationstag: Ablauf und Technik

Wie cool Tamara eigentlich drauf war, zeigt ihr Zeitplan: Sie ging am Tag der OP erst noch ganz normal arbeiten. Ablenkung ist eben alles. Ihre Stimmung beschrieb sie später „wie ein kleines Kind, das sich auf das Christkind freut.“

Aber kurz vor dem Eingriff kroch sie dann doch hoch, diese eine Frage, die wirklich jeder Patient hat.

Die größte Sorge der Patienten: Darf ich das Auge bewegen?

„Was ist, wenn ich in die falsche Richtung schaue? Was, wenn ich wackle?“ Das war ihre größte Sorge.

Sicherheit durch Eye-Tracker-Technologie

Hierzu eine klare Beruhigung von unserem Experten, Dr. Victor Derhartunian:

„Hand aufs Herz: Wer kann schon minutenlang starr auf einen Punkt schauen, ohne auch nur einmal zu zucken? Niemand. Und wissen Sie was? Das müssen Sie auch nicht. Unsere Laser arbeiten mit Hochgeschwindigkeits-Eye-Trackern. Das sind Kameras, die Ihr Auge über tausendmal pro Sekunde scannen. Wenn Sie nach rechts zucken, geht der Laserblitz einfach mit nach rechts. Schauen Sie ganz weg, stoppt er sofort. Sie können als Patient also quasi gar nichts ‚kaputt machen‘.“

Der Eingriff: Schmerzfrei in nur 15 Minuten

Der ganze Zauber – eine moderne Femto-LASIK – dauerte kaum 15 Minuten.

Tamara fand dafür den wohl besten Vergleich:

„Als blindes Huhn da reinzugehen und als Adlerauge nach 15 Minuten wieder aufzustehen, ist eigentlich ein Wahnsinn. Gerade bei meiner hohen Differenz.“

Heilungsverlauf und Ergebnis

Wir wollen ehrlich sein: Es ist eine Operation, kein Friseurbesuch.

Die ersten Stunden nach der OP: Lichtempfindlichkeit und Tropfen

Tamara sah zwar noch im OP-Saal die Uhr an der Wand (der klassische „Wow-Moment“), aber zu Hause meldeten sich die Augen dann doch. Das Gefühl? Starke Lichtempfindlichkeit.

Für ein bis zwei Stunden war es unangenehm, aber schon am Abend war der Spuk vorbei. Die Lösung ist simpel, erfordert aber Disziplin: Fleißig tropfen, tropfen, tropfen.

Der «Wow-Effekt» und die Rückkehr in den Alltag

Und am zweiten Tag? „Überhaupt kein Problem mehr, so als wäre nichts gewesen“, sagt Tamara. Das ist das Schöne an der Femto-LASIK: Sie sind extrem schnell wieder fit.

Fazit der Patientin Tamara R. nach zwei Monaten

Zwei Monate später treffen wir eine strahlende Patientin. Die anfängliche Euphorie ist einer tiefen, entspannten Zufriedenheit gewichen.

„Ich würde das auf jeden Fall noch einmal machen. Definitiv. Zu 100 Prozent.“

Ärgert sie sich über irgendwas? Nur darüber, dass sie 15 Jahre gewartet hat. Wobei sie selbst zugibt: Ihre Werte waren lange instabil, sie wurden jedes Jahr schlechter. Das Warten auf stabile Werte war also medizinisch genau richtig – aber der Schritt zur OP war für sie der Befreiungsschlag schlechthin.

Medizinische Hintergründe zur Augenlaserkorrektur

Machbarkeit und Grenzen: Bis zu wie viel Dioptrien ist Lasern möglich?

Normalerweise ist bei der Femto-LASIK bis ca. -10 Dioptrien noch nicht Schluss. Aber wo liegt die Grenze? Der limitierende Faktor ist Ihre Hornhautdicke. Da wir Gewebe abtragen müssen, brauchen wir genug „Baumaterial“.

Alternativen bei dünner Hornhaut und die Wichtigkeit stabiler Werte

Ist die Hornhaut zu dünn, schicken wir Sie trotzdem nicht einfach nach Hause. Wir haben mit implantierbaren Linsen (ICL) eine geniale Alternative.

Ein wichtiger Punkt noch: Stellen Sie sich vor, wir lasern Ihr Auge heute auf 0, aber Ihre Kurzsichtigkeit wächst natürlich weiter. Dann bräuchten Sie in einem Jahr wieder eine Brille. Das wollen wir natürlich nicht. Deshalb warten wir immer, bis sich Ihre Werte über 1–2 Jahre nicht mehr verändert haben.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Tut es bei -8 Dioptrien mehr weh als bei -2?

Nein, überhaupt nicht. Das Auge wird betäubt, Sie spüren keinen Schmerz. Der Laser läuft bei höheren Werten lediglich ein paar Sekunden länger – das war’s auch schon.

Darf ich während der OP blinzeln?

Sie können es versuchen, aber es wird nicht klappen. Eine kleine, völlig schmerzfreie Lidfeder hält das Auge offen. Sie müssen also nichts aktiv tun, außer sich zu entspannen (so gut es eben geht).

Wann kann ich wieder arbeiten?

Nach einer Femto-LASIK? Meistens schon am nächsten oder übernächsten Tag. Gönnen Sie Ihren Augen im Büro aber regelmäßig Pausen und nutzen Sie Befeuchtungstropfen, denn Bildschirme lassen uns das Blinzeln oft vergessen.

Bis zu wie viel Dioptrien könnt ihr lasern?

In der Regel ist bis ca. -10 Dioptrien alles machbar. Wenn die Hornhaut dafür zu dünn ist, greifen wir auf implantierbare Linsen (ICL) zurück.

Warum muss ich warten, bis meine Werte stabil sind?

Ganz einfach: Wir wollen ein dauerhaftes Ergebnis. Wenn wir lasern, während sich Ihre Augen noch verändern, bräuchten Sie bald wieder eine Brille. Stabilität ist der Schlüssel zum langfristigen Erfolg.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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