Was ist Corneal Crosslinking? Die Hornhaut gezielt stärken

Illustration: Querschnitt des Auges mit Hornhaut, Linse, Netzhaut und Sehnerv

Kurz erklärt

Was ist Crosslinking?

Crosslinking (CXL, Hornhautvernetzung) ist eine Behandlung, die mit Riboflavin-Tropfen und UVA-Licht die Hornhaut versteift und so einen fortschreitenden Keratokonus aufhält. Bei EyeLaser Zürich führt Dr. Victor Derhartunian Crosslinking seit 2007 durch. Bei progressivem Keratokonus zahlt die Grundversicherung; als Selbstzahler kostet es CHF 2’300 pro Auge.

Crosslinking auf einen Blick — EyeLaser Zürich
Methode Riboflavin (Vitamin B2) und UVA-Licht vernetzen die Kollagenfasern der Hornhaut
Gerät C-EYE (UVA-Quelle aus der Schweiz)
Geeignet bei nachgewiesen fortschreitendem Keratokonus, PMD oder Ektasie nach LASIK; bei Kindern oft schon bei Diagnose
Nicht geeignet bei tiefen zentralen Narben, akuter Infektion, Schwangerschaft (wird verschoben)
Dauer rund eine Stunde pro Auge, ein Auge pro Termin
Arbeitsunfähig meist 5 bis 7 Tage (Büro)
Wirkung hält das Fortschreiten bei rund 92 bis über 98 von 100 Augen auf (Koller et al. 2009; Raiskup-Wolf et al. 2008); macht meist nicht schärfer
Operateur Dr. Victor Derhartunian persönlich
Kosten Grundversicherung bei progressivem Keratokonus (KLV Anhang 1); Selbstzahler CHF 2’300 pro Auge

Crosslinking ist Teil der Keratokonus-Behandlung in Stufen: zuerst stabilisieren, dann das Sehen verbessern.

Mehr als nur ein Eingriff: Eine strategische Behandlung

Patientin liegt unter dem Operationsmikroskop, der Chirurg mit Haube und Mundschutz beugt sich über sie

Crosslinking ist bei uns kein isolierter Eingriff, sondern Teil eines individuellen, strategischen Behandlungsplans. Während das CXL die biochemische Stabilisierung übernimmt, kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, die Hornhaut zuerst mechanisch zu stabilisieren und zu formen.

In fortgeschrittenen Fällen kann es daher sein, dass wir zuerst biologische Ringsegmente (CAIRS) implantieren. Diese stärken die Hornhaut sofort und verbessern ihre Form. Erst in einem zweiten, späteren Schritt führen wir dann das Crosslinking durch – oft kombiniert mit einer oberflächen-glättenden Laserbehandlung – um das Ergebnis final zu sichern.

Was ist ein Hornhaut Crosslinking?

Kann Crosslinking eine Hornhauttransplantation verhindern?

Hand zeigt auf die Linse in einem anatomischen Augenmodell, daneben ein vergrössertes Linsenmodell

Oft ja. Eine Hornhauttransplantation ist ein grosser Eingriff mit langer Heilung und dem Risiko einer Abstossung. Crosslinking setzt früher an: Es versteift die eigene Hornhaut, bevor sie zu dünn und zu stark verformt ist. In einer Dresdner Langzeitstudie blieb die Hornhaut nach zehn Jahren stabil, die Vorwölbung hatte sogar leicht abgenommen, und die Autoren sahen den Bedarf an Transplantationen verringert (Raiskup et al. 2015). Ist die Verformung schon stark, können CAIRS die Hornhaut zusätzlich abflachen.

Der Behandlungsablauf: Ihr Tag bei EyeLaser Zürich

Wir haben den gesamten Prozess so gestaltet, dass er für Sie so komfortabel und stressfrei wie möglich ist.

Ankunft & Vorbereitung

Sie werden in unserer Klinik empfangen. Ihr Auge wird mit betäubenden Tropfen vorbereitet, sodass Sie während des gesamten Eingriffs nichts spüren.

Der Eingriff

Sie liegen bequem auf einer Liege. Je nach Verfahren wird das Epithel entfernt, und die Riboflavin-Tropfen werden über einen Zeitraum von ca. 20-30 Minuten appliziert.

Die Bestrahlung

Anschliessend blicken Sie in das UVA-Licht; je nach Protokoll dauert das 10 bis 30 Minuten. Welches Protokoll passt, entscheiden wir nach der Tomografie. Ihre Position wird dabei kontinuierlich überwacht.

Abschluss

Nach der Bestrahlung wird eine schützende Verbandskontaktlinse auf Ihr Auge gesetzt. Diese verbleibt dort für einige Tage, um die Heilung zu unterstützen.

Welche Arten von Crosslinking gibt es?

Crosslinking, Cross-Linking oder CXL meinen dasselbe Verfahren. Es gibt mehrere Protokolle; welches wir wählen, hängt von Hornhautdicke, Alter und Befund ab.

Crosslinking-Varianten im Vergleich
Variante Was anders ist Wann Studienlage
Standard (epi-off, Dresdner Protokoll) oberste Zellschicht wird entfernt, 30 Minuten UVA mit niedriger Intensität Grundform, am längsten untersucht Langzeitdaten über zehn Jahre (Wollensak et al. 2003; Raiskup et al. 2015)
Beschleunigtes Crosslinking höhere UV-Intensität, kürzere Bestrahlung häufig im Alltag eingesetzt hält das Fortschreiten laut Metaanalyse von sechs randomisierten Studien ähnlich auf wie der Standard (Kobashi und Tsubota 2020)
Epi-on (transepithelial) Zellschicht bleibt erhalten oder wird nur gelockert ausgewählte Fälle, weniger Beschwerden in den ersten Tagen weniger gut belegt als epi-off
Dünne Hornhaut: hypoosmolares Riboflavin spezielle Tropfen lassen die Hornhaut vor der Bestrahlung aufquellen Hornhaut dünner als 400 µm Hafezi et al. 2009
Dünne Hornhaut: Sub400 UV-Dosis wird individuell an die Dicke angepasst sehr dünne Hornhaut 35 von 39 Augen nach einem Jahr stabil (Hafezi et al. 2021)

Welche Variante im Einzelfall passt, entscheiden wir bei EyeLaser Zürich nach der Tomografie.

Wer führt das Crosslinking in Zürich durch?

Dr. Victor Derhartunian

Bei EyeLaser Zürich führt Dr. med. univ. Victor Derhartunian, FEBO, FWCRS, jedes Crosslinking persönlich durch. Er wendet das Verfahren seit 2007 an und war einer der ersten Anwender in Europa nach der CE-Zulassung.

«Als ich 2007 an der Universitäts-Augenklinik Frankfurt mit dem Crosslinking begann, war es eine neue Methode. Später, am IROC in Zürich, arbeitete ich mit Professor Theo Seiler, einem der Entwickler des Verfahrens. Diese Erfahrung fliesst in jede Behandlung ein.» — Dr. Victor Derhartunian

Wie gut wirkt Crosslinking, und welche Risiken hat es?

Nahaufnahme eines graublauen Auges mit eingeblendeten digitalen Messkreisen

Ergebnisse aus Studien

In einer randomisierten Studie mit 100 Augen wurde die Hornhaut nach Crosslinking über drei Jahre im Mittel etwas flacher, während sie ohne Behandlung weiter steiler wurde (Wittig-Silva et al. 2014). In einer Zürcher Studie mit 117 Augen schritt der Keratokonus nach einem Jahr bei 7,6 % weiter fort (Koller et al. 2009). Das sind nicht unsere eigenen Zahlen.

Nahaufnahme eines blauen Auges, eine Hälfte der Iris heller eingefärbt

Risiken und ihre Häufigkeit

  • Weiteres Fortschreiten: 7,6 %; Crosslinking kann wiederholt werden
  • Sterile Entzündungsherde: 7,6 %, mit Tropfen behandelbar
  • Verlust von zwei oder mehr Zeilen Sehschärfe: 2,9 %, häufiger ab 35 Jahren
  • Narbe in der Hornhautmitte: 2,8 %
  • Infektion, verzögerte Heilung: keine verlässliche Häufigkeitsangabe

Quelle: Koller et al. 2009, 117 Augen, ein Jahr.

Frau hält ihre Brille mit ausgestrecktem Arm vor sich, ihr Gesicht dahinter unscharf

Danach das Sehen verbessern

Nach der Stabilisierung lässt sich das Sehen oft verbessern: Sehverbesserung bei Keratokonus mit topografiegeführter Trans-PRK, CAIRS oder ICL.

Nahaufnahme eines graublauen Auges mit eingeblendeten digitalen Messkreisen

Ergebnisse aus Studien

In einer randomisierten Studie mit 100 Augen wurde die Hornhaut nach Crosslinking über drei Jahre im Mittel etwas flacher, während sie ohne Behandlung weiter steiler wurde (Wittig-Silva et al. 2014). In einer Zürcher Studie mit 117 Augen schritt der Keratokonus nach einem Jahr bei 7,6 % weiter fort (Koller et al. 2009). Das sind nicht unsere eigenen Zahlen.

Nahaufnahme eines blauen Auges, eine Hälfte der Iris heller eingefärbt

Risiken und ihre Häufigkeit

  • Weiteres Fortschreiten: 7,6 %; Crosslinking kann wiederholt werden
  • Sterile Entzündungsherde: 7,6 %, mit Tropfen behandelbar
  • Verlust von zwei oder mehr Zeilen Sehschärfe: 2,9 %, häufiger ab 35 Jahren
  • Narbe in der Hornhautmitte: 2,8 %
  • Infektion, verzögerte Heilung: keine verlässliche Häufigkeitsangabe

Quelle: Koller et al. 2009, 117 Augen, ein Jahr.

Frau hält ihre Brille mit ausgestrecktem Arm vor sich, ihr Gesicht dahinter unscharf

Danach das Sehen verbessern

Nach der Stabilisierung lässt sich das Sehen oft verbessern: Sehverbesserung bei Keratokonus mit topografiegeführter Trans-PRK, CAIRS oder ICL.

Was kostet Crosslinking, und zahlt die Krankenkasse?

Lächelnder älterer Mann mit weissem Bart bei der Augenuntersuchung, vor ihm ein Arzt im weissen Kittel

Crosslinking bei fortschreitendem (progressivem) Keratokonus ist in der Schweiz eine Pflichtleistung der Grundversicherung (KLV Anhang 1); Franchise und Selbstbehalt gelten wie üblich. Voraussetzung ist, dass das Fortschreiten durch Messungen belegt ist. Wir empfehlen, vor dem Eingriff eine Kostengutsprache bei Ihrer Krankenkasse einzuholen; unser Team stellt die Befunde dafür zusammen.

  • Selbstzahler: CHF 2’300 pro Auge, Fixpreis mit den Nachkontrollen der ersten drei Monate
  • Voruntersuchung mit Hornhaut-Tomografie: bei medizinischer Indikation nach TARDOC über die Krankenkasse; als Selbstzahler CHF 300, bei Behandlung angerechnet
  • Crosslinking mit PTK: CHF 2’300 plus PTK CHF 1’500 pro Auge (immer Selbstzahler)
  • Separat: Medikamente und Augentropfen auf Rezept in der Apotheke

Alle Preise: Kosten bei Keratokonus.

Brauche ich Crosslinking?

Das zeigt der Vergleich zweier Hornhautmessungen. Vereinbaren Sie eine Untersuchung an der Strehlgasse 33 in Zürich und bringen Sie frühere Messungen mit.

Frage per WhatsApp 044 221 95 02 anrufen

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Crosslinking in Zürich

Was genau bewirkt das Crosslinking bei meinem Keratokonus?

Crosslinking verstärkt die Hornhaut: Riboflavin-Tropfen und UVA-Licht bilden neue Verbindungen zwischen den Kollagenfasern, das Gewebe wird steifer. So hält es einen fortschreitenden Keratokonus in Studien bei rund 92 bis über 98 von 100 Augen auf (Koller et al. 2009; Raiskup-Wolf et al. 2008). Bei EyeLaser Zürich führt Dr. Victor Derhartunian das Crosslinking seit 2007 durch.

Ist das Ergebnis des Crosslinkings dauerhaft?

Meist ja. In einer Dresdner Studie mit 34 Augen blieb die Hornhaut zehn Jahre nach dem Crosslinking stabil, die Vorwölbung hatte im Mittel sogar abgenommen (Raiskup et al. 2015). Bei einem Teil der Augen schreitet der Keratokonus trotzdem weiter fort; dann kann das Crosslinking wiederholt werden. Bei EyeLaser Zürich kontrollieren wir die Hornhaut deshalb auch nach der Behandlung regelmässig.

Werde ich durch das Crosslinking besser sehen können?

Das primäre und wichtigste Ziel des Crosslinkings ist es, das Fortschreiten des Keratokonus zu stoppen, nicht die Sehkraft zu verbessern. Bei einigen Patienten kommt es als positiver Nebeneffekt zu einer leichten Abflachung der Hornhaut und damit zu einer leichten Sehverbesserung. Verlassen sollte man sich darauf aber nicht. Eine gezielte Sehverbesserung wird durch andere, nachfolgende Verfahren erreicht.

 

Muss ich mich sofort nach der Diagnose behandeln lassen?

Nicht unbedingt. Eine Behandlung ist dann notwendig, wenn eine klare Progression – also eine Verschlechterung – des Keratokonus nachgewiesen wird. Genau dafür nutzen wir unsere hochpräzise Diagnostik mit dem MS-39, um Veränderungen objektiv zu messen und den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen. Bei Kindern und Jugendlichen warten wir oft nicht ab, weil der Keratokonus in diesem Alter häufig rasch fortschreitet (Chatzis und Hafezi 2012).

 

Ist die Crosslinking-Behandlung schmerzhaft?

Während des Eingriffs spüren Sie dank betäubender Augentropfen in der Regel keinen Schmerz. Wir hören diese Sorge jedoch oft. Ehrlich gesagt: Die ersten 1-3 Tage nach dem Eingriff (besonders beim Epi-off Verfahren) sind unangenehm. Sie können Schmerzen, ein Fremdkörpergefühl und starke Lichtempfindlichkeit verspüren. Wir geben Ihnen jedoch wirksame Schmerzmittel und einen genauen Tropfplan mit, um diese Phase gut zu überstehen.

 

Wie lange bin ich nach dem Crosslinking arbeitsunfähig?

Planen Sie eine Ausfallzeit von etwa einer Woche ein. In dieser Zeit heilt die oberste Schicht der Hornhaut (das Epithel). Für Büroarbeiten können Sie meist nach 5-7 Tagen an den Arbeitsplatz zurückkehren. Körperlich anstrengende oder schmutzige Arbeiten sollten Sie für mindestens zwei Wochen meiden.

 

Wann darf ich nach dem Eingriff wieder Auto fahren?

Ihre Sehkraft wird in den ersten Wochen nach dem Eingriff schwanken. Sie dürfen erst dann wieder Auto fahren, wenn Sie sich absolut sicher fühlen und die gesetzlich vorgeschriebene Sehschärfe wieder stabil erreicht ist. Dies kann einige Wochen dauern und wird bei den Nachkontrollen überprüft.

 

Wann kann ich wieder Sport treiben oder schwimmen gehen?

Leichte sportliche Aktivitäten wie Joggen oder Fitnessstudio sind meist nach 1-2 Wochen wieder möglich. Auf Schwimmbad-, Sauna- und Dampfbadbesuche sowie auf Kontaktsportarten sollten Sie zum Schutz vor Infektionen für mindestens einen Monat verzichten.

 

Was kostet eine Crosslinking-Behandlung in der Schweiz?

Bei fortschreitendem Keratokonus zahlt die Grundversicherung das Crosslinking (KLV Anhang 1); Franchise und Selbstbehalt gelten. Als Selbstzahler kostet Crosslinking bei EyeLaser Zürich CHF 2’300 pro Auge. Medikamente und Augentropfen erhalten Sie auf Rezept in der Apotheke. Wir empfehlen, vorher eine Kostengutsprache einzuholen, und stellen die Unterlagen zusammen.

Übernimmt meine Krankenkasse (Grundversicherung) die Kosten für das Crosslinking?

Ja. Crosslinking bei nachweislich fortschreitendem Keratokonus steht in der Schweiz auf der Liste der Pflichtleistungen der Grundversicherung (KLV Anhang 1). Das Fortschreiten muss durch Messungen belegt sein. EyeLaser Zürich empfiehlt, vor dem Eingriff eine Kostengutsprache einzuholen, und unterstützt Sie dabei; Franchise und Selbstbehalt zahlen Sie wie bei jeder Behandlung.

Meine Hornhaut ist sehr dünn. Kann ich trotzdem behandelt werden?

Oft ja. Die frühere Untergrenze von 400 Mikrometern gilt nicht mehr absolut. Es gibt zwei Wege: Spezielle Riboflavin-Tropfen lassen die Hornhaut vor der Bestrahlung aufquellen (Hafezi et al. 2009), oder die UV-Dosis wird beim Sub400-Protokoll an die Dicke angepasst; damit waren 35 von 39 Augen nach einem Jahr stabil (Hafezi et al. 2021). Welcher Weg passt, entscheidet EyeLaser Zürich nach der Tomografie.

Kann man beide Augen gleichzeitig behandeln lassen?

Aus Sicherheitsgründen und um Ihre Regenerationsphase so angenehm wie möglich zu gestalten, behandeln wir die Augen in der Regel an separaten Terminen. Der Abstand zwischen den Behandlungen beträgt meist eine bis vier Wochen.

 

Welche Risiken gibt es beim Crosslinking?

Die wichtigsten Risiken nach Crosslinking sind ein weiteres Fortschreiten (7,6 % nach einem Jahr), sterile Entzündungsherde (7,6 %), ein Verlust von zwei oder mehr Sehschärfezeilen (2,9 %) und eine Narbe in der Hornhautmitte (2,8 %), so eine Zürcher Studie mit 117 Augen (Koller et al. 2009). Infektionen sind selten. Bei EyeLaser Zürich besprechen wir Ihr persönliches Risiko vor dem Eingriff.

Kann man Crosslinking mit einer Laserbehandlung kombinieren?

Ja, das ist eine unserer grossen Stärken. Man kann den Laser (Topo-geführte Trans-PRK/PTK) direkt mit dem Crosslinking kombinieren, um die Hornhaut gleichzeitig zu stabilisieren und ihre Oberfläche zu glätten. Dies kann die Sehqualität signifikant verbessern.

 

Wie läuft die Behandlung bei Keratokonus bei EyeLaser Zürich ab?

Zuerst messen wir die Hornhaut mit dem MS-39 und vergleichen mit früheren Messungen. Schreitet der Keratokonus fort, führt Dr. Victor Derhartunian das Crosslinking durch, ein Auge pro Termin. Danach folgen Kontrollen; ist die Hornhaut stabil, besprechen wir bei EyeLaser Zürich, ob CAIRS, ein Laser oder eine ICL das Sehen verbessern können.

Ist Crosslinking bei Kindern und Jugendlichen möglich?

Ja. In einer Zürcher Studie mit 59 Augen von 9- bis 19-Jährigen schritt der Keratokonus bei 88 % fort; Crosslinking erwies sich als sicher, und die Autoren empfehlen, nicht erst auf den Nachweis des Fortschreitens zu warten (Chatzis und Hafezi 2012). Bei EyeLaser Zürich besprechen wir das Crosslinking deshalb früh mit den Eltern.

Hilft Crosslinking auch bei PMD oder Ektasie nach LASIK?

Ja, Crosslinking wird auch bei pellucider marginaler Degeneration (PMD) und bei einer Ektasie nach LASIK eingesetzt, wenn die Hornhaut fortschreitend schwächer wird. Ob die Grundversicherung in diesen Fällen zahlt, klärt EyeLaser Zürich mit einer Kostengutsprache, weil die KLV ausdrücklich den progressiven Keratokonus nennt. Als Selbstzahler kostet Crosslinking CHF 2’300 pro Auge.

Quellen
  1. Wollensak G, Spoerl E, Seiler T. Riboflavin/ultraviolet-A-induced collagen crosslinking for the treatment of keratoconus. Am J Ophthalmol 2003;135:620–627. PubMed 12719068
  2. Koller T, Mrochen M, Seiler T. Complication and failure rates after corneal crosslinking. J Cataract Refract Surg 2009;35:1358–1362. PubMed 19631120
  3. Raiskup-Wolf F, Hoyer A, Spoerl E et al. Collagen crosslinking with riboflavin and ultraviolet-A light in keratoconus: long-term results. J Cataract Refract Surg 2008;34:796–801. PubMed 18471635
  4. Raiskup F, Theuring A, Pillunat LE, Spoerl E. Corneal collagen crosslinking with riboflavin and ultraviolet-A light in progressive keratoconus: ten-year results. J Cataract Refract Surg 2015;41:41–46. PubMed 25532633
  5. Wittig-Silva C, Chan E, Islam FM et al. A randomized, controlled trial of corneal collagen cross-linking in progressive keratoconus: three-year results. Ophthalmology 2014;121:812–821. PubMed 24393351
  6. Kobashi H, Tsubota K. Accelerated Versus Standard Corneal Cross-Linking for Progressive Keratoconus: A Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Cornea 2020;39:172–180. PubMed 31369463
  7. Hafezi F, Mrochen M, Iseli HP, Seiler T. Collagen crosslinking with ultraviolet-A and hypoosmolar riboflavin solution in thin corneas. J Cataract Refract Surg 2009;35:621–624. PubMed 19304080
  8. Hafezi F, Kling S, Gilardoni F et al. Individualized Corneal Cross-linking With Riboflavin and UV-A in Ultrathin Corneas: The Sub400 Protocol. Am J Ophthalmol 2021;224:133–142. PubMed 33340508
  9. Chatzis N, Hafezi F. Progression of keratoconus and efficacy of pediatric corneal collagen cross-linking in children and adolescents. J Refract Surg 2012;28:753–758. PubMed 23347367
  10. Bundesamt für Gesundheit. KLV Anhang 1, Ausgabe 1. Juli 2026, Ziffer 6 Ophthalmologie: «UV-Crosslinking der Hornhaut bei progressivem Keratokonus (CXL)».