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Rund 25’000 refraktive Eingriffe2’500–3’000 Lasereingriffe pro Jahr
Seit 2006 in der refraktiven Chirurgiejeder Lasereingriff persönlich durch Dr. Derhartunian

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Kurz erklärt

Was ist Keratokonus?

Keratokonus ist eine Erkrankung der Hornhaut: Sie wird dünner und wölbt sich kegelförmig vor, das Sehen verzerrt. Er beginnt meist in der Jugend und betrifft etwa 1 von 375 Menschen. Bei EyeLaser Zürich stoppt Crosslinking das Fortschreiten; bei progressivem Keratokonus zahlt die Grundversicherung, als Selbstzahler kostet es CHF 2’300 pro Auge.

Keratokonus auf einen Blick — EyeLaser Zürich
Fachbegriff Keratokonus (Hornhautkegel); ICD-10 H18.6
Häufigkeit etwa 1 von 375 Menschen; Diagnose im Mittel mit 28 Jahren, Männer häufiger (Godefrooij et al. 2017)
Typische Zeichen verzerrtes, verschwommenes Sehen, rasch wechselnde Brillenwerte, Doppelbilder auf einem Auge, Blendung
Abklärung Hornhaut-Tomografie mit dem MS-39 AL, Wiederholung nach einigen Monaten, um ein Fortschreiten zu messen
Behandlungen Crosslinking (stoppt) · CAIRS, topografiegeführter Laser, ICL (verbessern das Sehen) · formstabile Kontaktlinsen · Hornhauttransplantation als letzter Weg
Krankenkasse Crosslinking bei progressivem Keratokonus: Pflichtleistung der Grundversicherung (KLV Anhang 1). Wir empfehlen trotzdem eine Kostengutsprache vor dem Eingriff und unterstützen Sie dabei.

Woran erkennen Sie Keratokonus, und wie entsteht er?

Trifokallinsen

Beim Keratokonus wird die normal runde Hornhaut dünner und wölbt sich kegelförmig vor. Die unregelmässige Form verzerrt das Bild. Die Erkrankung beginnt meist in der Pubertät und schreitet oft bis ins Alter von 30 bis 40 fort; in der Regel sind beide Augen betroffen, oft unterschiedlich stark.

Anzeichen

  • Verschwommenes oder verzerrtes Sehen, das sich mit der Brille nicht mehr ganz korrigieren lässt
  • Brillenwerte, vor allem die Hornhautverkrümmung, ändern sich in kurzer Zeit
  • Doppel- oder Mehrfachbilder auf einem Auge, Blendung und Lichthöfe in der Nacht

Wer ist gefährdet?

In einer Auswertung von 29 Studien war das Risiko bei Keratokonus in der Familie rund sechsmal, bei häufigem Augenreiben rund dreimal höher; auch Allergien, Asthma und Ekzeme kamen häufiger vor (Hashemi et al. 2020). Augenreiben sollten Sie deshalb vermeiden.

Wann sofort zum Augenarzt? Wird ein Auge mit Keratokonus plötzlich trüb und schmerzt, kann sich Flüssigkeit in die Hornhaut gedrückt haben (akuter Hydrops). Lassen Sie das am selben Tag augenärztlich abklären; nachts und am Wochenende über die Notfallstation des diensthabenden Spitals.

Wie wird Keratokonus festgestellt, und wann schreitet er fort?

SCHWIND MS-39

Die Diagnose stellen wir mit einer Hornhaut-Tomografie am MS-39 AL. Das Gerät vermisst Vorder- und Rückfläche der Hornhaut, ihre Dicke und die Dicke der obersten Zellschicht (Epithel). Gerade bei einem frühen Keratokonus zeigt das Epithel oft typische Veränderungen.

Progression: wann ein Keratokonus als fortschreitend gilt

Ob ein Keratokonus fortschreitet, zeigt erst der Vergleich zweier Messungen im Abstand von einigen Monaten. Nach dem weltweiten Konsens gilt er als fortschreitend, wenn sich mindestens zwei Werte verschlechtern: Die Vorderfläche wird steiler, die Rückfläche wird steiler, oder die Hornhaut wird dünner (Gomes et al. 2015). Eine feste Zahl schreibt der Konsens nicht vor. Diese Messung entscheidet über das Crosslinking und über die Kostenübernahme.

Stadien

Stadien des Keratokonus nach Amsler-Krumeich (vereinfacht)
Stadium Befund Was meist hilft
1 leichte Vorwölbung, Brille oder weiche Kontaktlinse reicht meist Kontrollen; bei Fortschreiten Crosslinking
2 deutliche Hornhautverkrümmung, Hornhaut noch über 400 µm dick, keine Narben Crosslinking bei Fortschreiten, formstabile Kontaktlinsen, topografiegeführter Laser
3 starke Vorwölbung, Hornhaut 300–400 µm CAIRS, Crosslinking mit angepasstem Protokoll, Speziallinsen
4 Brillenwerte nicht mehr messbar, zentrale Narben, sehr dünne Hornhaut Speziallinsen, Hornhauttransplantation

Die Einteilung geht auf Krumeich, Daniel und Knülle 1998 zurück; die Grenzwerte können im Einzelfall abweichen. Entscheidend ist nicht das Stadium allein, sondern ob der Keratokonus fortschreitet.

Keratokonus bei Kindern, PMD und Ektasie nach LASIK

Dr. Victor Derhartunian

Keratokonus bei Kindern und Jugendlichen

Je jünger, desto schneller schreitet ein Keratokonus oft fort. In einer Zürcher Studie mit 59 Augen von 9- bis 19-Jährigen schritt er bei 88 % fort; die Autoren empfehlen, bei Kindern mit dem Crosslinking nicht erst auf den Nachweis des Fortschreitens zu warten (Chatzis und Hafezi 2012). Wir kontrollieren junge Patientinnen und Patienten deshalb in kurzen Abständen und besprechen das Crosslinking früh mit den Eltern. Wichtig im Alltag: Augenreiben vermeiden, Allergien behandeln.

Pellucide marginale Degeneration (PMD)

Die PMD ist eine verwandte Erkrankung: Die Hornhaut wird nicht in der Mitte, sondern in einem schmalen Streifen am unteren Rand dünn. Das erzeugt eine starke Hornhautverkrümmung, oft über 5 Dioptrien. Sie zeigt sich meist später als der Keratokonus, im Mittel um 34 Jahre, und häufiger bei Männern (Sridhar et al. 2004). Die Behandlung folgt denselben Stufen: Crosslinking bei Fortschreiten, Kontaktlinsen, in ausgewählten Fällen Ringsegmente.

Ektasie nach LASIK

Eine Ektasie ist eine Vorwölbung der Hornhaut nach einem Lasereingriff, ähnlich einem Keratokonus. Sie ist selten: In einer Auswertung von über 30’000 LASIK-Augen trat sie bei 0,033 % auf (Bohac et al. 2018). Häufigster Risikofaktor ist eine schon vorher unregelmässige Hornhaut (Randleman et al. 2008); deshalb messen wir vor jedem Augenlasern die Hornhaut mit Tomografie. Behandelt wird eine Ektasie wie ein fortschreitender Keratokonus, zuerst mit Crosslinking. Auch wenn Sie anderswo gelasert wurden, untersuchen wir Sie.

Wer behandelt Keratokonus bei EyeLaser Zürich?

Dr. Victor Derhartunian

Crosslinking, CAIRS und alle Lasereingriffe führt Dr. med. univ. Victor Derhartunian, FEBO, FWCRS, persönlich durch. Er wendet das Crosslinking seit 2007 an und war einer der ersten Anwender in Europa nach der CE-Zulassung. Seine Facharztausbildung absolvierte er in Erlangen und Frankfurt; danach arbeitete er am IROC in Zürich, wo das Crosslinking mit Professor Theo Seiler mitentwickelt und klinisch untersucht wurde.

«Mit Crosslinking können wir das Fortschreiten in den meisten Fällen aufhalten. Danach geht es darum, die Sehqualität so weit wie möglich zurückzugewinnen.» — Dr. Victor Derhartunian

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Unser Behandlungsansatz: Stabilisierung und Rehabilitation

Unser Behandlungsplan für Keratokonus ist klar strukturiert und verfolgt zwei Hauptziele. Wir erklären Ihnen jeden Schritt transparent und verständlich.

Wichtiger Hinweis zur Objektivität: Eine exzellente nicht-chirurgische Option zur Sehverbesserung ist das Tragen von formstabilen (harten) Kontaktlinsen. Sie gleichen die unregelmässige Hornhautoberfläche aus und ermöglichen oft eine hervorragende Sicht. Die folgenden chirurgischen Verfahren sind vor allem eine Lösung für Patienten, die Kontaktlinsen nicht vertragen oder eine dauerhafte Korrektur wünschen.

Schritt 1: Die Stabilisierung des Gewebes – Das Fundament

Das absolut wichtigste Ziel ist es, das Fortschreiten des Keratokonus aufzuhalten. Dafür nutzen wir den Goldstandard:

  • Corneal Crosslinking (CXL): Dieses minimal-invasive Verfahren stärkt die Hornhaut durch die kombinierte Anwendung von Vitamin-B2-Tropfen und UVA-Licht. Es macht die Hornhaut steifer und widerstandsfähiger, um eine weitere Auswölbung zu verhindern. In Studien hielt das Crosslinking das Fortschreiten bei rund 92 bis über 98 von 100 Augen auf: In einer Zürcher Studie mit 117 Augen schritt der Keratokonus nach einem Jahr bei 7,6 % weiter fort (Koller et al. 2009), in einer Dresdner Serie mit 241 Augen mussten zwei Patienten erneut behandelt werden (Raiskup-Wolf et al. 2008).
Schritt 2: Die visuelle Rehabilitation – Für die bestmögliche Sehkraft

Nachdem die Krankheit gestoppt ist, konzentrieren wir uns auf die Verbesserung Ihres Sehvermögens. Es ist wichtig zu verstehen, dass Crosslinking allein nur selten die Sehkraft verbessert. Die eigentliche Rehabilitation erreichen wir durch hochmoderne, oft kombinierte Verfahren.

Folgende Therapieoptionen bieten wir bei EyeLaser an:

Phake Linsen (ICL) in Zürich
  • Kombination aus Crosslinking und topografiegeführter Trans-PRK — mehr dazu unter Sehverbesserung bei Keratokonus
    Diese hochmoderne Methode ist einer unserer Schwerpunkte. Ziel ist nicht nur die Stabilisierung, sondern auch die Regularisierung der Hornhautoberfläche. Durch eine topographie-geführte Laserbehandlung glätten wir die unregelmässige Hornhaut gezielt. Dies reduziert störende optische Fehler (Aberrationen höherer Ordnung) und kann die Sehqualität mit und ohne Brille deutlich verbessern.
Glaskörpertrübung im Auge
  • Moderne biologische Ringsegmente: CAIRS (Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments)
    Anstelle von künstlichen Implantaten aus Plastik (PMMA) verwenden wir bei EyeLaser natürliches Spendergewebe: CAIRS. Hierbei handelt es sich um präzise geformte Segmente, die aus menschlichem Spenderhornhautgewebe hergestellt werden. Das Gewebe enthält keine lebenden Spenderzellen; Abstossung und Herauswandern sind deshalb nach den bisherigen Studien selten. Langzeitdaten über viele Jahre fehlen noch. Die CAIRS integrieren sich vollständig in Ihre eigene Hornhaut, verstärken sie strukturell und formen sie sanft um, um die Vorwölbung zu reduzieren und die Sehqualität zu verbessern.
  • Implantierbare Kontaktlinsen (ICL) bei stabilem Keratokonus
    Nachdem die Hornhaut stabilisiert und regularisiert wurde, kann eine Restfehlsichtigkeit bestehen bleiben. Wenn diese signifikant ist und die Anatomie des Auges es zulässt, kann eine implantierbare Kontaktlinse (ICL) eingesetzt werden, um eine hohe Brillenunabhängigkeit zu erreichen.

Beispiel aus der Praxis: Behandlung eines komplexen Falles

Patientin liegt unter dem Operationsmikroskop, der Chirurg mit Haube und Mundschutz beugt sich über sie

Um die Möglichkeiten zu verdeutlichen, hier ein Beispiel für einen mehrstufigen Behandlungsplan bei einem sehr fortgeschrittenen Keratokonus:

  • Schritt 1: Implantation von CAIRS, um die extreme Hornhautverkrümmung mechanisch zu reduzieren.
  • Schritt 2 (nach Stabilisierung): Durchführung eines kombinierten Topo-guided Trans-PRK mit Crosslinking, um die Hornhautoberfläche weiter zu glätten und die Krankheit zu stoppen.
  • Schritt 3 (nach weiterer Heilung): Falls eine hohe Restfehlsichtigkeit verbleibt, Implantation einer ICL Linse zur finalen Sehkorrektur.

Einordnung

Welche Behandlungen gibt es bei Keratokonus?

Keratokonus wird in Stufen behandelt. Zuerst geht es darum, das Fortschreiten zu stoppen, danach darum, die Sehschärfe zurückzugewinnen. Die Übersicht zeigt, was jedes Verfahren leistet und was es nicht leistet.

Behandlungen bei Keratokonus im Vergleich — EyeLaser Zürich
Verfahren Ziel Wann sinnvoll Stoppt das Fortschreiten Verbessert die Sehschärfe Kosten und Kasse
Formstabile Kontaktlinsen Sehschärfe ohne Eingriff solange sie gut vertragen werden nein ja, solange sie getragen werden Anpassung beim Kontaktlinsenspezialisten
Crosslinking (CXL) Hornhaut vernetzen und stabilisieren bei nachgewiesenem Fortschreiten; bei Kindern oft schon bei Diagnose ja, in den meisten Fällen meist wenig, das ist nicht das Ziel Grundversicherung bei progressivem Keratokonus; Selbstzahler CHF 2’300 pro Auge
Topografiegeführter Laser Hornhautoberfläche glätten bei stabiler, nicht zu dünner Hornhaut, oft zusammen mit Crosslinking nur zusammen mit Crosslinking ja, vor allem die Sehqualität CHF 2’500 pro Auge, Selbstzahler; Kostengutsprache prüfen
CAIRS Hornhaut mit Spendergewebe-Segmenten abflachen bei stärkerer Verformung, wenn Kontaktlinsen nicht mehr genügen nein, meist mit Crosslinking kombiniert ja CHF 4’500 pro Auge; Kostengutsprache im Einzelfall
ICL verbleibende Kurzsichtigkeit korrigieren bei stabilisiertem, zentralem Keratokonus nein ja, ohne Brille CHF 4’500 pro Auge, Selbstzahler
Hornhauttransplantation erkranktes Gewebe ersetzen wenn alle schonenderen Wege ausgeschöpft sind ja ja, nach langer Heilung Grundversicherung; Überweisung an ein Hornhautzentrum

Zwei Punkte, die oft verwechselt werden: Crosslinking stabilisiert, es macht in der Regel nicht schärfer; die Sehverbesserung kommt aus einem zweiten Schritt. Und Crosslinking bei progressivem Keratokonus ist eine Pflichtleistung der Grundversicherung (KLV Anhang 1). Wir empfehlen, vorher eine Kostengutsprache einzuholen, und unterstützen Sie dabei. Alle Preise: Kosten Keratokonus.

Das Ampelsystem: Wer ist ein geeigneter Kandidat für die Behandlung?

Alterssichtigkeit behandeln in Zürich

🟢 Grünes Licht:

  • Patientinnen und Patienten mit nachgewiesener Progression, typischerweise unter 40 Jahren; Kinder und Jugendliche oft schon bei Diagnose.
  • Ausreichende Hornhautdicke für ein sicheres CXL-Verfahren.
  • Keine zentralen Hornhautnarben.


🟡 Gelbes Licht:

  • Patienten mit einer dünnen Hornhaut oder bei denen spezielle Protokolle nötig sind.
  • Patienten über 40 Jahre mit langsamer Progression.
  • Schwangere oder stillende Frauen (Behandlung wird verschoben).


🔴 Rotes Licht:

  • Patienten mit zu weit fortgeschrittenem Keratokonus, ausgeprägten Narben oder zu dünner Hornhaut.
  • Alternativen: Formstabile Kontaktlinsen oder, als letzte Möglichkeit, eine Hornhauttransplantation (Keratoplastik).

Wie geht es weiter?

Bei Verdacht auf Keratokonus oder zur Verlaufskontrolle vereinbaren Sie eine Untersuchung an der Strehlgasse 33 in Zürich. Bringen Sie frühere Messungen und Brillenwerte mit; der Vergleich zeigt, ob der Keratokonus fortschreitet. Bei medizinischer Indikation rechnen wir nach TARDOC über die Krankenkasse ab.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen

Wie kann man das Fortschreiten der Krankheit stoppen?

Der Goldstandard zur Behandlung des fortschreitenden Keratokonus ist das Crosslinking (CXL), ein Verfahren, das die Hornhautstruktur stärkt und in den meisten Fällen das weitere Fortschreiten der Krankheit aufhält.

Wie kann die Sehkraft nach der Stabilisierung verbessert werden?

Nach dem Crosslinking können hochmoderne Verfahren wie spezielle Augenlaser-Behandlungen, biologische Ringsegmente oder implantierbare Linsen die Hornhaut regularisieren und die Sehqualität signifikant verbessern.

Wer führt das Crosslinking in Zürich durch?

Bei EyeLaser Zürich führt Dr. Victor Derhartunian das Crosslinking persönlich durch. Er wendet das Verfahren seit 2007 an und war einer der ersten Anwender in Europa nach der CE-Zulassung. Später arbeitete er am IROC in Zürich, wo das Crosslinking mit Professor Theo Seiler mitentwickelt und untersucht wurde.

Welche nicht-chirurgischen Alternativen gibt es?

Für viele Patienten sind formstabile (harte) Kontaktlinsen eine exzellente, nicht-chirurgische Option, um eine gute Sehkraft zu erreichen. Chirurgische Verbesserungen sind vor allem dann eine Option, wenn Linsen nicht vertragen werden.

Was genau ist ein Keratokonus?

Ein Keratokonus ist eine Erkrankung, bei der die Hornhaut dünner wird und sich kegelförmig verformt, was zu irregulärem Astigmatismus und verschlechtertem Sehen führt.

Was sind die ersten Symptome?

Häufige frühe Symptome sind verschwommenes Sehen, eine schnelle Verschlechterung der Sehkraft, Doppeltsehen auf einem Auge und erhöhte Lichtempfindlichkeit.

Ist Keratokonus erblich?

Ja, es gibt eine genetische Komponente. Wenn jemand in Ihrer Familie an Keratokonus leidet, ist Ihr Risiko erhöht.

Ist Augenreiben wirklich schädlich?

Ja, absolut. Chronisches Augenreiben ist ein Hauptrisikofaktor, der die Krankheit auslösen oder beschleunigen kann.

Ist die Crosslinking-Behandlung schmerzhaft?

Der Eingriff selbst ist dank betäubender Tropfen schmerzfrei. In den ersten 1-3 Tagen danach können Schmerzen auftreten, die mit Medikamenten gut kontrolliert werden.

Übernimmt die Krankenkasse in der Schweiz die Kosten?

Crosslinking bei fortschreitendem Keratokonus ist in der Schweiz eine Pflichtleistung der Grundversicherung (KLV Anhang 1); es gelten Franchise und Selbstbehalt. EyeLaser Zürich empfiehlt, vorher eine Kostengutsprache einzuholen, und stellt die Unterlagen zusammen. Als Selbstzahler kostet Crosslinking CHF 2’300 pro Auge. Für CAIRS klären wir die Übernahme im Einzelfall; ICL und Laser zur Sehverbesserung zahlen Sie meist selbst.

Verbessert das Crosslinking alleine meine Sehkraft?

In den meisten Fällen ist das Hauptziel des Crosslinkings die Stabilisierung, nicht die Sehverbesserung. Eine signifikante Verbesserung der Sehqualität wird fast immer durch zusätzliche Verfahren wie eine topographie-geführte Laserbehandlung erreicht.

Was sind CAIRS und was ist der Vorteil gegenüber anderen Ringen?

CAIRS sind Segmente aus menschlichem Spenderhornhautgewebe, nicht aus Plastik. Ihre exzellente Biokompatibilität minimiert das Risiko von Komplikationen wie Abstossung oder Entzündungen im Vergleich zu künstlichen Implantaten.

Bin ich gezwungen, mich operieren zu lassen?

Nein, absolut nicht. Wir beraten Sie objektiv. Wenn Sie mit formstabilen Kontaktlinsen gut zurechtkommen und eine exzellente Sehkraft damit erzielen, gibt es oft keinen Grund für weitere chirurgische Eingriffe zur Sehverbesserung.

Ist ein Keratokonus heilbar?

Heilen lässt sich ein Keratokonus nicht, aber meist aufhalten. Crosslinking versteift die Hornhaut; in einer Zürcher Studie mit 117 Augen schritt er danach bei 7,6 % weiter fort (Koller et al. 2009), in einer Dresdner Serie blieb die Hornhaut über zehn Jahre stabil (Raiskup et al. 2015). Bei EyeLaser Zürich verbessern danach CAIRS, Laser oder ICL das Sehen.

Kann man mit Keratokonus Auto fahren?

Ja, wenn die gesetzlich verlangte Sehschärfe erreicht wird, mit Brille oder Kontaktlinsen. Keratokonus selbst verbietet das Autofahren nicht; massgebend ist das Sehen. Blendung in der Nacht kann bei Keratokonus aber stören. Bei EyeLaser Zürich messen wir die Sehschärfe bei jeder Kontrolle und sagen Ihnen, ob Sie die Anforderungen erfüllen. Massgebend sind die Mindestanforderungen an das Sehvermögen in Anhang 1 der Verkehrszulassungsverordnung (VZV).

Kann man an Keratokonus erblinden?

Erblinden im Sinne von völligem Sehverlust ist bei Keratokonus nicht zu erwarten. Unbehandelt kann die Sehschärfe aber so stark sinken, dass Brille und Kontaktlinsen nicht mehr reichen und eine Hornhauttransplantation nötig wird. Crosslinking hat diesen Bedarf in Langzeitstudien verringert (Raiskup et al. 2015). Bei EyeLaser Zürich kontrollieren wir deshalb früh und regelmässig.

Kann man Keratokonus lasern?

Ein normales Augenlasern zur Brillenfreiheit ist bei Keratokonus nicht möglich, weil es die Hornhaut weiter schwächt. Möglich ist bei stabilem, nicht zu dünnem Keratokonus ein topografiegeführter Oberflächenlaser, meist zusammen mit Crosslinking: Er glättet die Hornhaut und verbessert die Sehqualität. Ob das bei Ihnen geht, entscheidet EyeLaser Zürich nach der Tomografie.

Was ist eine Ektasie nach LASIK?

Eine Ektasie nach LASIK ist eine Vorwölbung der Hornhaut nach dem Lasereingriff, ähnlich einem Keratokonus. Sie ist selten: In über 30’000 LASIK-Augen trat sie bei 0,033 % auf (Bohac et al. 2018). Behandelt wird sie wie ein fortschreitender Keratokonus, zuerst mit Crosslinking. EyeLaser Zürich untersucht auch Patientinnen und Patienten, die anderswo gelasert wurden.

Ab welchem Alter ist Crosslinking bei Kindern möglich?

Crosslinking ist auch bei Kindern und Jugendlichen möglich; in einer Zürcher Studie waren die Behandelten 9 bis 19 Jahre alt (Chatzis und Hafezi 2012). Weil der Keratokonus in diesem Alter oft rasch fortschreitet, warten wir bei EyeLaser Zürich nicht lange ab und besprechen das Crosslinking früh mit den Eltern. Die Kontrollen erfolgen in kurzen Abständen.

Quellen
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  12. Bundesamt für Gesundheit. Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV), Anhang 1, Ausgabe 1. Juli 2026, Ziffer 6 Ophthalmologie.