Hohe Kurzsichtigkeit: Warum die ICL-Linse in Zürich oft den Laser schlägt (Ein ehrlicher Vergleich)

Autor: Dr. Victor Derhartunian 5 Januar 2026

Bei Patienten mit hoher Kurzsichtigkeit (ab ca. -6 bis -8 Dioptrien) oder dünner Hornhaut stossen Laserverfahren physikalisch an ihre Grenzen: Um die Fehlsichtigkeit zu korrigieren, müsste zu viel Hornhautgewebe abgetragen werden, was die Stabilität des Auges gefährdet. Die EVO Visian ICL (implantierbare Collamer® Linse) ist hier der „Goldstandard“. Sie wird als Zusatzlinse ins Auge eingesetzt, korrigiert selbst extrem hohe Werte präzise und ist – im Gegensatz zum Laser – vollständig reversibel.

Was erfahren Sie im folgenden Text?

  • Ab wann bin ich „zu kurzsichtig“ für Laser? Als Faustregel gilt oft -8 bis -10 Dioptrien, bei dünner Hornhaut schon früher; wird zu viel gelasert, droht eine Hornhautvorwölbung (Ektasie).
  • Was ist der grösste Vorteil der ICL gegenüber Laser? Die ICL ist „additiv“ (nichts wird weggenommen) und reversibel; das Hornhautgewebe bleibt zu 100% erhalten, was für die langfristige biomechanische Stabilität entscheidend ist.
  • Spürt man die implantierte Linse im Auge? Nein, das Collamer-Material ist biokompatibel und weich; es wird vom Körper nicht als Fremdkörper wahrgenommen und ist weder spürbar noch für andere sichtbar.
  • Ist die Sehqualität besser als bei Brillen? Oft ja, da dicke Brillengläser das Bild verkleinern und am Rand verzerren; die ICL sitzt im Auge und bietet eine natürliche Abbildung in „High Definition“.
  • Kann die ICL wieder entfernt werden? Ja, sollte sich Ihre Sehstärke im Alter ändern oder neue Technologien verfügbar werden, kann die Linse in einem kurzen Eingriff wieder entfernt oder ausgetauscht werden.

Wenn der Laser an seine Grenzen kommt: Das „Sandwich-Prinzip“

Wer in Zürich mit -8 oder -10 Dioptrien aufwacht, sieht nicht einfach nur unscharf – er ist orientierungslos. Der Griff zur Brille ist der erste Reflex, noch vor dem Blick auf das Smartphone.
Viele dieser Patienten träumen vom Laser. Doch bei der Voruntersuchung hören sie oft den Satz: „Ihre Hornhaut ist zu dünn für Ihre Werte.“

Das ist keine Absage, sondern ein Sicherheitsbeweis.
Stellen Sie sich Ihre Hornhaut wie ein Sandwich vor. Um Dioptrien wegzulasern, müssen wir vom „Brot“ etwas abtragen. Je höher die Dioptrien, desto mehr muss weg. Nimmt man zu viel weg, wird das Sandwich instabil.
Hier endet der Weg des Lasers (SmartSight/LASIK). Und hier beginnt die Stärke der ICL.

Das Prinzip ICL: Addieren statt Subtrahieren

Die EVO Visian ICL ist eine hauchdünne, weiche Kunstlinse. Sie wird zwischen Ihre eigene Iris und die natürliche Linse gesetzt.

  • Laser nimmt Gewebe weg (irreversibel).
  • ICL fügt eine Korrektur hinzu (reversibel).

Für hohe Kurzsichtigkeit ist dies nicht nur eine Alternative – es ist oft die optisch überlegene Methode. Warum? Weil die Hornhaut ihre natürliche, perfekte Form behält. Keine induzierten Aberrationen, keine Abflachung, einfach reine Optik.

Der psychologische Aspekt: Sicherheit durch „Rückgängig-Taste“

Patienten mit hoher Fehlsichtigkeit sind oft ängstlicher. Sie sind abhängig von ihrer Sehhilfe. Der Gedanke an eine OP löst Panik aus: „Was, wenn es schiefgeht? Dann bin ich blind.“
Bei der ICL haben wir ein psychologisches Ass im Ärmel, das kein Laser bieten kann: Reversibilität.

Ein Wort von Dr. Victor Derhartunian

„Ich operiere viele Ingenieure und IT-Spezialisten hier in Zürich. Rational denkende Menschen. Wenn ich ihnen erkläre, dass wir bei -10 Dioptrien fast ein Fünftel ihrer Hornhaut wegburnt müssten, werden sie skeptisch – zu Recht. Wenn ich ihnen dann die ICL zeige und sage: ‚Diese Linse bleibt 50 Jahre drin, aber wenn wir wollen, können wir sie morgen wieder rausnehmen und Ihr Auge ist wie vorher‘, dann entspannen sie sich. Die ICL gibt Patienten das Gefühl von Kontrolle zurück. Es ist kein ‚Point of no Return‘ wie beim Laser. Es ist ein Upgrade mit Rückgaberecht.“

Dr. Victor Derhartunian (FEBO, FWCRS), Leitender Chirurg EyeLaser Zürich

15 Fragen, die Hoch-Myope in Zürich wirklich stellen

  1. Kann die Linse im Auge verrutschen, wenn ich Sport mache? Nein. Sie sitzt sicher im „Sulcus“ hinter der Iris. Sie können joggen, schwimmen, Bungee springen.
  2. Sieht man die Linse von aussen? Nein, sie ist unsichtbar hinter der Regenbogenhaut versteckt. Nur der Augenarzt sieht sie am Mikroskop.
  3. Spüre ich die Linse beim Blinzeln? Nein. Sie sitzt im Augeninneren, wo es keine Tastnerven gibt.
  4. Trocknet die ICL meine Augen aus? Nein! Das ist ein riesiger Vorteil gegenüber LASIK. Da wir keine Hornhautnerven durchtrennen, entsteht kein trockenes Auge.
  5. Bis zu wie viel Dioptrien geht das? Die ICL korrigiert bis zu -18 Dioptrien Kurzsichtigkeit und -6 Dioptrien Hornhautverkrümmung.
  6. Was kostet das im Vergleich zu LASIK? Es ist teurer (Materialkosten der Linse, aufwendigere OP). Aber auf 20 Jahre gerechnet günstiger als Kontaktlinsen und Brillen.
  7. Kann ich trotz ICL den Grauen Star bekommen? Ja, das ist ein natürlicher Alterungsprozess. Wenn es soweit ist, wird die ICL einfach entfernt und die Graue-Star-OP durchgeführt. Sie verbauen sich nichts.
  8. Habe ich UV-Schutz? Ja, das Collamer-Material hat einen integrierten UV-Blocker. Perfekt für die Zürcher Badi oder die Skipiste.
  9. Wie lange dauert die Heilung? Die Sicht ist oft schon am nächsten Tag extrem gut („Wow-Effekt“). Die volle Stabilität ist nach ca. 1 Woche erreicht.
  10. Muss ich Angst vor dem Grünen Star (Augeninnendruck) haben? Die modernen EVO+ Linsen haben ein zentrales Loch (Aquaport), das den Flüssigkeitsaustausch garantiert. Das Risiko ist minimal geworden.
  11. Warum macht man das nicht bei jedem, wenn es so toll ist? Weil es ein intraokularer Eingriff ist (im Auge). Bei geringen Werten (-2 dpt) ist der oberflächliche Laser (SmartSight) risikoärmer und wirtschaftlicher.
  12. Kann ich nachts Auto fahren? Ja. Bei extrem grossen Pupillen kann es (wie bei Laser) zu leichten Halos kommen, aber die optische Qualität der ICL ist nachts oft brillanter als die von Laser.
  13. Muss ich für die OP ins Spital? Nein, wir machen das ambulant in unserer Klinik in Zürich. Sie sind nach ca. 2 Stunden wieder auf dem Heimweg.
  14. Was ist, wenn sich meine Werte noch ändern? Die Linse kann ausgetauscht werden. Aber wir operieren erst, wenn Ihre Werte stabil sind (meist ab 21 Jahren).
  15. Ist das Material Plastik? Nein, Collamer® ist ein Copolymer mit Kollagen-Anteil. Es ist dem Körpergewebe sehr ähnlich und wird nicht abgestossen.

Eignung: Das Ampelsystem für ICL

Wann ist der Wechsel vom Laser zur Linse medizinisch notwendig?

🟢 Grünes Licht (ICL ist die 1. Wahl)

  • Hohe Kurzsichtigkeit: Ab -8.00 Dioptrien aufwärts.
  • Dünne Hornhaut: Unter 480–500 Mikrometer (egal welche Dioptrien).
  • Chronisch trockene Augen: Da Laser das Sicca-Syndrom verstärken könnte, ist die ICL hier die schonende Alternative.
  • Verdacht auf Keratokonus: (In stabilen Fällen oder kombiniert mit Crosslinking) – hier ist Laser streng verboten!

🟡 Gelbes Licht (Wahlmöglichkeit)

  • Der „Graubereich“ (-3 bis -7 Dioptrien): Hier können oft sowohl SmartSight als auch ICL durchgeführt werden.
    • Pro ICL: Bessere Nachtsicht, kein Gewebeabtrag.
    • Pro Laser: Günstiger, kein Eingriff im Augeninneren.
      Wir entscheiden das gemeinsam anhand Ihrer Hornhautdicke und Pupillengrösse.

🔴 Rotes Licht (ICL nicht möglich)

  • Zu geringe Vorderkammertiefe: Wenn im Auge zu wenig Platz zwischen Iris und Hornhaut ist (< 2.8 mm), passt die Linse nicht sicher hinein.
  • Bestehender Grauer Star: Hier lohnt sich die ICL nicht mehr -> direkt Linsentausch (RLE).
  • Schwangerschaft: Warten Sie, bis die Hormone stabil sind.

Vergleich: ICL vs. Laser (SmartSight/LASIK)

Hier sehen Sie, warum die ICL bei hohen Werten gewinnt.

KriteriumEVO ICL (Implantat)SmartSight / LASIK (Laser)
Gewebeabtrag0% (Kein Abtrag)Abhängig von Dioptrien (bei -10 dpt sehr viel)
ReversibilitätJa (Jederzeit entfernbar)Nein (Weg ist weg)
Trockene AugenInduziert keine TrockenheitRisiko temporärer Trockenheit
Sehqualität (Optik)High Definition (Vergrösserungseffekt)Sehr gut (aber Aberrationen am Rand möglich)
Max. KorrekturBis -18 DioptrienMeist bis -8/-10 Dioptrien (Hornhaut-limitiert)
UV-SchutzIntegriert in der LinseNein
InvasivitätMittel (Intraokular)Gering (Hornhaut)

Das „Verkleinerungs-Phänomen“:
Starke Brillengläser (-10 dpt) verkleinern die Welt. Alles wirkt winzig.
Die ICL sitzt im Auge. Der Effekt: Das Bild wirkt grösser, näher, realer. Viele Patienten beschreiben es als „Wunder“, weil sie die Welt zum ersten Mal in Originalgrösse sehen.

Empfehlungen für Patienten in Zürich

Sie haben hohe Ansprüche. Die ICL erfüllt sie.

1. Kontaktlinsen-Pause ist Pflicht
Auch für die ICL-Vermessung muss die Hornhaut entspannt sein. Bitte keine weichen Linsen 1 Woche, keine harten Linsen 2 Wochen vor dem Termin.

2. Keine Angst vor dem Wort „Implantat“
In der Zahnmedizin ist ein Implantat etwas Grosses. In der Augenheilkunde ist die ICL winzig, weich wie Wackelpudding und sanft. Der Eingriff dauert pro Auge oft nur 10–15 Minuten.

3. Lebenslanger Check-up
Da Sie hoch kurzsichtig sind, ist Ihr Auge länger gebaut als normal. Das Risiko für Netzhautprobleme bleibt bestehen (unabhängig von der OP). Wir empfehlen daher auch nach der ICL-OP einmal jährlich eine Netzhautkontrolle bei uns oder Ihrem Augenarzt.

Schluss mit dem „Flaschenboden-Effekt“

Sie dachten, Ihre Augen seien „zu schlecht“ für ein Leben ohne Brille? Wahrscheinlich waren Sie nur bei der falschen Beratung.
Für Dr. Derhartunian sind -12 Dioptrien kein Problem, sondern eine Routine-Aufgabe für die ICL.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen

Tut das Einsetzen der Linse weh?

Nein. Das Auge wird mit Tropfen betäubt. Sie spüren vielleicht einen leichten Druck oder sehen helles Licht, aber keinen Schmerz. Die meisten Patienten sind überrascht, wie schnell es vorbei ist.

Muss ich beide Augen an verschiedenen Tagen machen?

Nicht zwingend. Wir bieten oft die Behandlung beider Augen am selben Tag an (bilaterale OP), damit Sie nur eine Erholungsphase haben. Das besprechen wir individuell.

Wie lange hält die ICL?

Die EVO ICL ist darauf ausgelegt, lebenslang im Auge zu bleiben. Das Material altert nicht. Sie muss nur entfernt werden, wenn Sie im Alter den Grauen Star bekommen.

Kann man ICL mit Laser kombinieren?

Ja! Das nennt man Bioptics. Wenn Sie z.B. -20 Dioptrien haben, korrigieren wir -18 mit der ICL und die restlichen -2 später mit dem Laser (SmartSight/PRK), um das perfekte Ergebnis zu erzielen.

Was ist das „Loch“ in der Mitte der Linse?

Das ist der „Aquaport“ der modernen EVO+ ICL. Er sorgt dafür, dass das Kammerwasser natürlich fliessen kann. Früher musste man ein Loch in die Iris lasern (Iridotomie) – das ist heute dank dieser genialen Technologie nicht mehr nötig.


„Dieser Artikel über phake Intraokularlinsen (ICL) für Hochmyopie wurde medizinisch verifiziert von Dr. Victor Derhartunian (FEBO, FWCRS), einem zertifizierten Experten für ICL-Chirurgie bei EyeLaser Zürich. Er entspricht den Qualitätsstandards der Refraktiven Chirurgie.“

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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