Was ist der Unterschied zwischen einer LASIK und einer Femto-LASIK-Behandlung?

Autor: Dr. Victor Derhartunian 21 Juni 2021

Wer anfängt, über das Augenlasern nachzudenken, landet früher oder später im Begriffs-Dschungel. Da liest man von LASIK, dann wieder von Femto-LASIK, und fragt sich zwangsläufig: „Ist das nicht dasselbe?“ Die ehrliche Antwort: Fast, aber eben nur fast. Der Unterschied mag auf dem Papier klein wirken, ist technologisch aber ein Quantensprung. Es geht dabei einzig und allein um die ersten Sekunden der Operation – den Moment, in dem wir den Weg ins Innere des Auges freimachen. Dr. Victor Derhartunian erklärt, warum wir bei EyeLaser Zürich das Messer im Schrank lassen und voll auf Licht setzen.

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Wo liegt der Unterschied im Kern?Es geht um das Werkzeug für den ersten Schnitt: Die klassische LASIK nutzt ein mechanisches Messer, die Femto-LASIK einen hochmodernen Laser.
  • Ist die Femto-Methode wirklich sicherer?Definitiv, denn als technologische Weiterentwicklung minimiert sie Schnittkomplikationen und hebt die Präzision auf ein neues Level.
  • Spüre ich davon etwas?Viele Patienten empfinden die Femto-LASIK als sanfter, weil kein mechanischer Druck durch eine Klinge auf das Auge ausgeübt wird.
  • Was macht der Computer dabei?Er berechnet den Schnitt individuell für Ihr Auge, was eine absolut gleichmäßige Dicke des Hornhautdeckels garantiert.
  • Warum reden alle vom „Goldstandard“?Weil die Femto-LASIK die schnelle Heilung des Klassikers mit der Sicherheit einer komplett klingenfreien („Blade-Free“) Technologie verbindet.

Der entscheidende Unterschied: Wie der Hornhautschnitt erfolgt

Damit wir Ihre Fehlsichtigkeit überhaupt korrigieren können, müssen wir an das Innere der Hornhaut heran. Dafür klappen wir eine hauchdünne Lamelle, den sogenannten „Flap“, zur Seite – wie den Buchdeckel eines Taschenbuchs. Und genau hier trennen sich die Wege: Wie öffnen wir diesen Deckel?

Dr. Victor Derhartunian klärt auf: Messer oder Laser?

Für jemanden, der nicht täglich im OP steht, ist die Vorstellung von „Schnitten am Auge“ oft gruselig. Dr. Victor Derhartunian bringt deshalb ganz nüchtern auf den Punkt, womit wir arbeiten:

„Bei der LASIK-Operation erfolgt der Hornhautschnitt mechanisch mit einem Messer. Bei der Femto-LASIK erfolgt der Schnitt mit einem hochpräzisen Femtosekundenlaser.“

Sie haben also die Wahl: Vertrauen Sie auf Feinmechanik oder auf High-Tech-Lichtimpulse?

Die Methoden im Detail

Klassische LASIK: Der mechanische Schnitt mit dem Messer

Bei der herkömmlichen LASIK kommt ein sogenanntes Mikrokeratom zum Einsatz. Das klingt kompliziert, ist aber im Grunde ein winziges, extrem scharfes Hobelmesser. Dieses Gerät fährt mechanisch über das Auge und präpariert die oberste Schicht. Verstehen Sie mich nicht falsch: Das Verfahren hat jahrelang gut funktioniert. Aber wo Mechanik im Spiel ist, gibt es immer Variablen. Eine Klinge kann minimal vibrieren oder unregelmäßige Ränder hinterlassen. Es ist Handwerk – sehr gutes Handwerk, aber eben „analog“.

Femto-LASIK: Hochpräzision durch den Femtosekundenlaser

Die Femto-LASIK macht Schluss mit Mechanik. Hier berührt keine Klinge Ihr Auge. Stattdessen nutzen wir Infrarot-Lichtimpulse. Der Laser sendet extrem kurze Energieblitze in eine exakt berechnete Tiefe der Hornhaut. Dort entstehen mikroskopisch kleine Gasbläschen aus CO2 und Wasser, die das Gewebe sanft trennen. Wir schneiden also nicht im klassischen Sinne, wir trennen das Gewebe durch Licht.

Warum Femto-LASIK die moderne Weiterentwicklung ist

Ein Gewinn an Sicherheit und Präzision für den Patienten

Warum setzen wir bei EyeLaser so konsequent auf die Femto-Technologie? Dr. Derhartunian sieht darin die logische Evolution der Augenheilkunde:

„Dies ist eine Weiterentwicklung der LASIK-Operation, und dieses trägt zu einer erhöhten Sicherheit und Präzision der gesamten Behandlung bei.“

Stellen Sie sich das wie einen Gullideckel vor. Wenn Sie ein Loch mit einem Laser schneiden, passt der Deckel hinterher wieder perfekt, mikrometergenau und ohne Kanten, in die Öffnung. Er saugt sich fest und sitzt bombenfest. Das Ergebnis?

  1. Mehr Sicherheit: Keine Klemmen, keine Klingen, kein Risiko durch mechanische Defekte.
  2. Perfekte Passform: Der Flap ist überall exakt gleich dick.
  3. Schnellere Stabilität: Das Auge ist robuster gegen äußere Einflüsse, weil der „Deckel“ perfekt schließt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Tut die Femto-LASIK mehr weh als die normale?

Nein, im Gegenteil. Beide Methoden sind dank Betäubungstropfen schmerzfrei. Aber bei der Femto-LASIK drückt der Saugring, der das Auge kurz fixiert, viel sanfter als das mechanische Gerät der alten Methode. Die meisten Patienten empfinden das als deutlich angenehmer.

Dauert das mit dem Laser länger?

Kaum der Rede wert. Der Femtosekundenlaser braucht für seinen „Schnitt“ nur etwa 15 bis 20 Sekunden pro Auge. Danach wechselt die Liege zum zweiten Laser für die eigentliche Korrektur. Sie sind also nicht ewig im OP.

Für wen ist das besonders gut?

Da der Laser viel dünnere Flaps schneiden kann als ein Messer, können wir mit der Femto-LASIK oft auch Patienten behandeln, deren Hornhaut für die klassische Methode eigentlich zu dünn wäre.

Warum bieten manche noch die Methode mit dem Messer an?

Ganz offen? Es ist oft eine Kostenfrage. Ein Femtosekundenlaser ist eine teure Investition in der Anschaffung und Wartung. Ein mechanisches Messer ist billiger. Wir bei EyeLaser sparen aber nicht an der Technologie, wenn es um Ihre Augen geht.

Heilt das Auge schneller?

Sie sehen bei beiden Methoden meist schon am nächsten Tag fast perfekt. Aber: Da die Ränder beim Laser glatter sind und der Flap präziser sitzt wie ein Puzzleteil, ist das Auge langfristig stabiler und heilt „schöner“ ab.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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