Dioptrien: Maßeinheit für die Brechkraft der Augen – Was die Werte aussagen: 

Autor: Dr. Victor Derhartunian 28. August 2024

Hand aufs Herz: Hast du dich schon mal völlig ratlos beim Blick auf deinen Brillenpass gefragt, ob diese Zahlen eine geheime Botschaft sind? Keine Sorge, damit bist du absolut nicht allein. Dioptrien klingen im ersten Moment nach staubtrockener Physik, aber eigentlich erzählen sie uns eine ziemlich spannende Geschichte darüber, wie dein Auge das Licht verarbeitet. Bei EyeLaser in Zürich helfen wir dir täglich dabei, diesen Zahlensalat nicht nur zu verstehen, sondern ihn im besten Fall sogar ganz verschwinden zu lassen.

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Was genau misst eigentlich der Dioptrienwert? Er beschreibt die Brechkraft einer Linse und gibt an, wie stark wir das Licht bündeln müssen, damit du endlich wieder scharf siehst.
  • Was ist der Unterschied zwischen Plus- und Minuswerten? Ein Minuszeichen signalisiert eine Kurzsichtigkeit, während ein Pluszeichen bedeutet, dass du weitsichtig bist.
  • Ab welcher Dioptrienzahl spricht man von einem starken Sehfehler? Experten ordnen Werte zwischen ±3,0 und ±6,0 dpt als moderat ein – alles darüber zählt bereits zur starken Fehlsichtigkeit.
  • Wie bestimmen wir die exakten Werte für Brille oder Laser? Wir kombinieren automatisierte Computermessungen mit deinem persönlichen Seheindruck, der sogenannten subjektiven Refraktion.
  • Kann eine Augenlaser-OP meine Dioptrien dauerhaft auf Null bringen? Ja, wir nutzen moderne Laserverfahren, um die Brechkraft deiner Hornhaut so zu korrigieren, dass du keine Hilfsmittel mehr brauchst.

Was sind Dioptrien? Die Maßeinheit deiner Sehkraft

Definition: Warum Dioptrien die Brechkraft deines Auges beschreiben

Ganz simpel gesagt: Die Dioptrie (kurz dpt) ist das Maß für die „Brech-Power“ deiner Augen. In deinem Kopf übernehmen die Hornhaut und die Linse diesen Job. Sie biegen das einfallende Licht so geschickt um, dass es punktgenau auf deiner Netzhaut landet. Wenn das nicht perfekt klappt, helfen wir mit einer Brille oder Kontaktlinse nach. Wir geben dir genau die Dioptrienzahl, die deinem Auge für diese „Punktlandung“ fehlt.

Ferdinand Monoyer: Die Geschichte hinter der Abkürzung „dpt“

Diesen Begriff verdanken wir dem französischen Augenarzt Ferdinand Monoyer. Er führte die Dioptrie 1872 ein, um endlich Ordnung in das optische Chaos zu bringen. Bevor er diesen Standard schuf, war es furchtbar kompliziert, die Stärke von Gläsern zu vergleichen. Heute nutzen wir seine Erfindung weltweit.

Die Physik des Sehens: Der Kehrwert der Brennweite einfach erklärt

Falls du eine kleine Eselsbrücke für die Physik magst: Eine Dioptrie definieren wir als den Kehrwert der Brennweite in Metern. Das bedeutet im Klartext: Eine Linse mit einer Dioptrie bündelt das Licht in genau einem Meter Entfernung. Eine Linse mit zwei Dioptrien ist doppelt so stark und bündelt das Licht schon nach 0,5 Metern.

Dioptrienwerte verstehen: Was bedeuten Plus und Minus?

Minuswerte: Die Welt der Kurzsichtigkeit (Myopie)

Prangt ein Minus vor deiner Zahl (zum Beispiel -3,0 dpt)? Dann liegt bei dir eine Kurzsichtigkeit vor. Dein Augapfel ist meistens ein Stück zu lang oder deine Brechkraft schießt über das Ziel hinaus, sodass das Bild vor der Netzhaut entsteht. In der Nähe siehst du zwar alles super, aber in der Ferne verschwimmt die Welt zu einem bunten Brei.

Pluswerte: Wenn die Weitsichtigkeit (Hyperopie) den Fokus stört

Ein Plus (wie +2,5 dpt) signalisiert dagegen eine Weitsichtigkeit. Hier ist der Augapfel oft zu kurz, und das Bild würde theoretisch erst hinter der Netzhaut scharf werden. Dein Auge muss sich ständig anstrengen, um das auszugleichen, was am Ende des Tages oft zu fiesen Kopfschmerzen führt.

Je höher der Wert, desto stärker die Korrektur: Einordnung der Zahlen

Kleine Werte wie 0,5 dpt merkst du vielleicht kaum. Aber je höher die Zahl klettert, desto dicker werden ohne spezielle Technik die Brillengläser. Ab etwa 6 Dioptrien sprechen wir von einer hohen Fehlsichtigkeit, die im Alltag ohne Brille kaum noch zu bewältigen ist.

Astigmatismus: Wenn Zylinder und Achse ins Spiel kommen

Hornhautverkrümmung: Warum „rund“ nicht immer ideal ist

Stell dir vor, deine Hornhaut ist nicht geformt wie ein runder Fußball, sondern eher wie ein Rugby-Ei. Das Licht wird dadurch nicht in einem Punkt, sondern in einer verzerrten Linie gebündelt. Wer unter einer Hornhautverkrümmung leidet, sieht Punkte oft als kleine Striche und alles wirkt irgendwie verzerrt.

Zylinderwert und Achse: Die präzise Vermessung der Verformung

Um das zu korrigieren, brauchen wir zwei zusätzliche Werte: Den Zylinder (cyl), der uns sagt, wie stark die Verkrümmung ist, und die Achse (A), die uns die Richtung (von 0 bis 180 Grad) vorgibt. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass die Verzerrung verschwindet.

Augenlasern: Der Weg zum normalsichtigen Auge

Eignungsprüfung: Liegen deine Werte im behandelbaren Bereich?

Können wir jeden Wert lasern? Fast! Wir checken deine Hornhautdicke und schauen, ob deine Werte stabil sind. Wir peilen immer die „Punktlandung“ bei null Dioptrien an, damit du morgens aufwachst und sofort alles scharf siehst.

Grenzwerte für LASIK, PRK und ReLEx SMILE

  • Kurzsichtigkeit: Wir behandeln Werte meist bis zu -10,0 dpt.
  • Weitsichtigkeit: Hier liegen die Grenzen oft bei +4,0 dpt.
  • Astigmatismus: Wir korrigieren Verkrümmungen oft bis zu 6,0 dpt.

Expertenmeinung: Dr. Victor Derhartunian

„Dioptrien sind für uns viel mehr als nur Zahlen auf einem Blatt Papier – sie sind der Bauplan für dein neues Lebensgefühl. Dank modernster Lasertechnologie korrigieren wir Sehfehler heute so präzise, dass die meisten Patienten nach dem Eingriff eine Sehschärfe von 100% oder sogar mehr erreichen. Es ist jedes Mal ein emotionaler Moment, wenn jemand nach Jahren der Brillenabhängigkeit die Welt zum ersten Mal wieder mit eigenen Augen scharf sieht.“

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Verändern sich meine Dioptrien im Laufe des Lebens?

Ja, das tun sie. Besonders in der Jugend und später durch die Alterssichtigkeit ab etwa 45 Jahren. Deshalb lasern wir meistens erst dann, wenn deine Werte mindestens zwei Jahre lang stabil geblieben sind.

Wie oft sollte ich meine Dioptrienwerte überprüfen lassen?

Wir empfehlen einen Check alle zwei Jahre. Wenn du öfter Kopfschmerzen hast oder nachts beim Autofahren unsicher wirst, komm lieber früher vorbei.

Kann man auch 0 Dioptrien haben und trotzdem schlecht sehen?

Das kommt vor. Andere Faktoren wie eine Trübung der Linse (Grauer Star) oder Probleme mit der Netzhaut können die Sicht trüben, selbst wenn die Brechkraft an sich stimmt.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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