Welche Risiken bestehen bei einer Augenlaserbehandlung?

Autor: Dr. Victor Derhartunian 29. August 2023

Hand aufs Herz: Wer bekommt keine weichen Knie, wenn es um die eigenen Augen geht? Der Gedanke, dass ein Laser die Sehschärfe korrigiert, klingt für viele erst einmal nach Science-Fiction – und ein bisschen unheimlich ist es auch. Aber hast du dich jemals gefragt, warum dieser Eingriff weltweit zu den am häufigsten durchgeführten Operationen überhaupt gehört? Dr. Victor Derhartunian, unser Kopf bei EyeLaser in Zürich, bringt es oft so auf den Punkt: „Respekt vor dem Eingriff ist gesund, aber Angst vor dem Laser muss heute niemand mehr haben. Wir arbeiten hier mit einer Präzision, die früher schlicht unvorstellbar war.“

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Ist Augenlasern eigentlich ein gefährliches Spiel mit dem Sehvermögen? Nein, statistisch gesehen ist der Eingriff mit einer Komplikationsrate von weit unter 1 % extrem sicher.
  • Welche „Zipperlein“ muss ich nach der Operation einplanen? Trockene Augen oder eine leichte Blendempfindlichkeit sind ganz typische Begleiterscheinungen, die wir meist mit einfachen Tropfen schnell in den Griff bekommen.
  • Was passiert, wenn der Laser nicht beim ersten Mal die „Null“ trifft? Sollte eine leichte Restfehlsichtigkeit bleiben, korrigieren wir das in einem kurzen, unkomplizierten Folgeeingriff nach.
  • Gibt es spezielle Risiken, die nur bei der LASIK-Methode vorkommen? Da wir hier ein hauchdünnes Deckläppchen – den Flap – präparieren, ist vorsichtiges Verhalten in den ersten Tagen entscheidend für die Heilung.
  • Wie viel Verantwortung trage ich selbst für ein perfektes Ergebnis? Eine ganze Menge, denn die strikte Einhaltung deines Tropf-Plans und der Verzicht auf das Reiben der Augen sind der Schlüssel zur Sicherheit.

Wie sicher ist Augenlasern? Ein Blick auf die Statistik

Wenn wir uns die nackten Zahlen ansehen, wird schnell klar: Augenlasern ist heute Routine im besten Sinne des Wortes. Weltweit legen sich jedes Jahr Millionen von Menschen unter den Laser, und die Technik ist mittlerweile so ausgereift, dass böse Überraschungen eine absolute Seltenheit sind. Wir reden hier von einer Erfolgsquote, die in der modernen Medizin ihresgleichen sucht. Aber natürlich gilt auch hier: Keine Operation ohne Risiko. Doch genau deshalb investieren wir so viel Zeit in die Voruntersuchung, um jedes noch so kleine Hindernis schon vorher aus dem Weg zu räumen.

Häufige Nebenwirkungen und allgemeine Komplikationen

Lass uns offen sprechen: Dein Auge wird nach dem Eingriff erst einmal ein bisschen beleidigt sein. Das ist völlig normal! Wir greifen schließlich in ein hochsensibles System ein.

Infektionen und Entzündungen: Warum schnelle Reaktion wichtig ist

Jede Wunde am Körper kann sich theoretisch entzünden, und das Auge macht da keine Ausnahme. Aber keine Sorge: Wenn du ein brennendes Gefühl oder eine Rötung bemerkst, greifen wir sofort ein. Wir geben dir antibiotische Tropfen mit, die solche „Brandherde“ meist im Keim ersticken, bevor sie überhaupt zum Problem werden.

Trockene Augen: Die häufigste Begleiterscheinung nach dem Laser

Das ist der Klassiker nach dem Lasern. Da wir die Hornhautoberfläche bearbeiten, müssen sich die feinen Nerven erst wieder regenerieren, um dem Auge zu sagen: „He, wir brauchen Tränen!“. In der Zwischenzeit helfen wir mit künstlichen Tränen nach. Das fühlt sich anfangs vielleicht etwas lästig an, legt sich aber bei fast allen Patienten innerhalb weniger Wochen.

Vorübergehende Sehbeeinträchtigungen: Doppelbilder und Kontrastverlust

Stell dir vor, du schaust nachts in eine Straßenlaterne und siehst kleine Lichtkränze oder Halos. Das kann in der ersten Zeit passieren, besonders wenn die Hornhaut noch leicht geschwollen ist. Es ist ein Zeichen dafür, dass dein Auge noch arbeitet und sich an die neue Form anpasst. Gib deinem Körper einfach die Zeit, die er braucht.

Wenn das Ergebnis abweicht: Über- und Unterkorrekturen ausgleichen

Jedes Auge heilt anders. Manchmal ist das Gewebe ein wenig „fleißiger“ oder „fauler“ als erwartet, und am Ende bleibt ein kleiner Restwert auf der Brillenkarte stehen. Was wir dann tun? Wir warten, bis alles stabil ist, und „polieren“ das Ergebnis in einem kurzen zweiten Termin einfach nach.

Spezifische Risiken je nach Laser-Methode

Nicht jeder Laser passt zu jedem Auge. Dr. Derhartunian wählt das Verfahren deshalb so individuell aus wie einen maßgeschneiderten Anzug.

Besonderheiten bei LASIK: Der Flap und seine Herausforderungen

Bei der LASIK klappen wir ein winziges Deckläppchen zur Seite. Das Risiko? Wenn du dir in den ersten Stunden kräftig das Auge reibst, könnte dieser Flap verrutschen. Deshalb geben wir dir für die erste Nacht einen Schutz mit. Wenn wir diesen Punkt beachten, heilt der Flap meist so sauber an, dass man ihn nach kurzer Zeit kaum noch nachweisen kann.

PRK und LASEK: Das Risiko einer vorübergehenden Hornhauttrübung

Bei diesen Methoden arbeiten wir direkt auf der Oberfläche. In ganz seltenen Fällen kann es dabei zu einer leichten Trübung kommen, die wir „Haze“ nennen. Aber auch hier haben wir vorgesorgt: Spezielle Medikamente während der OP verhindern diese Reaktion heute fast immer zuverlässig.

Seltene, aber ernsthafte Komplikationen

Keratektasie: Die Stabilität der Hornhaut

Das ist das Schreckgespenst der refraktiven Chirurgie – eine Instabilität der Hornhaut. Aber ehrlich gesagt: Wir sehen das heute kaum noch. Warum? Weil wir deine Hornhaut vorab so präzise vermessen, dass wir gar nicht erst anfangen zu lasern, wenn dein „Fundament“ zu dünn ist. In so einem Fall schlagen wir dir lieber eine Kunstlinse vor, anstatt ein Risiko einzugehen.

Individuelle Risikofaktoren: Wer ist besonders gefährdet?

Es gibt Momente, da sagen wir auch mal „Nein“. Wenn deine Hornhaut von Natur aus zu dünn ist oder deine Dioptrien-Werte jenseits von Gut und Böse liegen, steigen die Risiken. Auch Krankheiten wie Diabetes oder Rheuma können die Heilung bremsen. Unser Job ist es, das im Vorgespräch herauszufiltern – wir wollen schließlich, dass du glücklich aus der Klinik gehst, nicht besorgt.

Proaktive Risikominimierung: So sorgen Sie für Sicherheit

Du bist unser wichtigster Partner! Wir können noch so präzise operieren – wenn du deine Tropfen vergisst oder direkt nach der OP in die staubige Werkstatt gehst, riskierst du dein Ergebnis.

  1. Hör auf den Profi: Nimm deine Tropfen genau so, wie wir es aufgeschrieben haben.
  2. Hygiene ist alles: Finger weg vom Auge in der ersten Woche!
  3. Pausen gönnen: Sauna, Chlorwasser und intensiver Sport müssen kurz warten.
  4. Kontrolle ist besser: Komm zu den Nachsorgeterminen, auch wenn du denkst, es ist alles perfekt.

FAQ – Ihre brennendsten Fragen kurz beantwortet

Kann ich beim Augenlasern erblinden?

Das ist die Frage aller Fragen. Theoretisch gibt es bei jeder OP am Auge Risiken, aber praktisch ist uns weltweit kein Fall bekannt, bei dem ein gesundes Auge durch einen Standard-Laser-Eingriff erblindet ist. Die Technik ist heute schlichtweg zu sicher dafür.

Tut die Operation weh?

Kurz und knapp: Nein. Die Betäubungstropfen wirken so gut, dass du vielleicht einen leichten Druck spürst, aber keine Schmerzen. Danach kann es ein paar Stunden brennen, so als hättest du Zwiebeln geschnitten, aber das vergeht schnell.

Was ist, wenn der Laser während der OP ausfällt?

Unsere Laser haben ein Sicherheitssystem, das man sich wie den Autopiloten im Flugzeug vorstellen kann. Sollte irgendetwas nicht stimmen oder du dein Auge zu stark bewegen, schaltet das Gerät in Millisekunden ab. Es kann also nichts passieren.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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