Wie oft kann man sich die Augen lasern lassen?

Autor: Dr. Victor Derhartunian 6. Dezember 2021
Dr. med. univ. Victor Derhartunian

Aktualisiert am 20. August 2026. Erstmals veröffentlicht am 6. Dezember 2021. Medizinisch geprüft von Dr. med. univ. Victor Derhartunian, FEBO — Spezialist für refraktive Chirurgie.

Stellen Sie sich vor, Sie haben den grossen Schritt gewagt: Die Brille ist weg, die Welt wirkt plötzlich wieder gestochen scharf. Aber was passiert eigentlich, wenn sich nach ein paar Jahren das Gefühl einschleicht, dass die Konturen wieder weicher werden? Haben Sie sich jemals gefragt, ob Sie dann nur eine einzige „Patrone im Magazin“ haben oder ob man da noch mal ran kann? Diese Sorge, dass man nur eine einzige Chance auf perfektes Sehen hat, hören wir oft. Doch wir können Sie beruhigen: Die moderne Augenchirurgie ist heute so präzise, dass wir nicht im Trüben fischen. Wir wissen ganz genau, wie viel Spielraum uns die Natur gelassen hat. Bei EyeLaser in Zürich gehen wir der Sache mit viel Fingerspitzengefühl auf den Grund, damit Sie auch in Zukunft keine bösen Überraschungen erleben.

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Ist es möglich, die Augen mehr als einmal lasern zu lassen? Ja, eine Nachbehandlung klappt grundsätzlich, solange wir noch genug „Puffer“ auf Ihrem Hornhaut-Konto haben.
  • Welche Rolle spielt die Dicke der Hornhaut bei dieser Entscheidung? Sie ist wie eine biologische Sicherheitsreserve, die wir niemals komplett aufbrauchen dürfen, damit die Statik Ihres Auges stabil bleibt.
  • Wie oft brauchen Patienten in der Realität wirklich eine zweite Operation? Solche Korrekturen kommen extrem selten vor und betreffen nur einen ganz kleinen Teil unserer Patienten.
  • Warum planen wir diese Reserve schon vor dem allerersten Laser-Impuls ein? Wir berechnen den Spielraum ganz genau, damit wir Ihnen für alle Eventualitäten eine Tür offenhalten können.
  • Was erwartet Sie beim ersten Beratungsgespräch zu diesem Thema? Wir nehmen uns Zeit, analysieren Ihre Augen ganz genau und sagen Ihnen klipp und klar, was medizinisch sinnvoll und sicher ist.

Einmal, zweimal oder öfter? Die Grenzen des Augenlaserns

Theoretisch könnten wir öfter nachhelfen. Aber – und das ist ein ziemlich wichtiges Aber – wir operieren hier an einem lebenden Organ. Ihre Hornhaut ist zwar unglaublich zäh, aber eben kein unendlicher Speicher. Stellen Sie sie sich wie ein Bankkonto vor: Jede Laserbehandlung ist eine kleine Abhebung. Wenn wir das Konto leer räumen würden, hätte das Auge keinen Halt mehr.

Warum die Hornhaut unser wichtigstes Kapital ist

Die Hornhaut verleiht Ihrem Auge seine Form und Stabilität. Wenn wir Augenlasern durchführen, tragen wir winzige Schichten Gewebe ab, um die Brechkraft zu verändern. Würden wir hier übermütig werden und zu viel wegnehmen, könnte die Hornhaut instabil werden. Deshalb steht bei uns in Zürich nicht nur die Schärfe im Fokus, sondern vor allem Ihre lebenslange Sicherheit. Wir behalten immer ein gesundes Guthaben ein, damit Ihr Auge auch in zwanzig oder dreissig Jahren noch stabil steht.

Die Mathematik hinter der Nachbehandlung: Die Restdicke

Augenchirurgie hat bei uns verdammt viel mit Mathe zu tun. Bevor der Laser überhaupt warm läuft, haben wir das Endergebnis schon längst kalkuliert.

Die Formel für Ihr Sehvermögen: So berechnen wir den Spielraum

Zuerst messen wir, wie dick Ihre Hornhaut im Originalzustand ist – meistens liegt das irgendwo zwischen 500 µm und 600 µm. Davon ziehen wir den sogenannten „Flap“ (das kleine Deckelchen bei der LASIK) und den Gewebeabtrag für Ihre Dioptrien ab. Was dann noch übrig bleibt, nennen wir die Restdicke (Residual Stromal Thickness). Ziel ist es, niemals unter eine kritische Grenze zu kommen, damit Ihr Auge gesund bleibt.

Wann eine Nachkorrektur sinnvoll ist

Manchmal heilt ein Körper ein bisschen anders, als man es im Lehrbuch lesen. Oder Ihre Sehkraft verändert sich über die Jahre ganz leicht von Natur aus. Wenn dann noch genug Puffer da ist und eine Korrektur Ihre Lebensqualität wirklich spürbar verbessert, ist so ein „Touch-up“ für uns fast schon Routine. Wir polieren das Ergebnis dann einfach wieder auf 100% auf, wenn die Natur beim ersten Mal einen kleinen Schlenker gemacht hat.

Statistik und Realität: Wie oft passiert es wirklich?

Lass uns die Kirche im Dorf lassen: Die allermeisten Patienten sehen wir nach der Heilung nur noch zu den normalen Kontrollen oder wenn sie uns freudig von ihrem Urlaub ohne Brille erzählen.

Einmal nachbessern: Der seltene Standard

In etwa 1% bis 5% der Fälle kann eine kleine Nachkorrektur im ersten Jahr nach der OP sinnvoll sein. Das ist kein Zeichen für einen Fehler, sondern einfach die individuelle Heilungsreaktion Ihres Körpers. Jedes Auge ist eben ein Unikat.

Mehrfache Eingriffe: Die absolute Ausnahme

Dass jemand drei- oder viermal unter den Laser muss, ist extrem selten und oft medizinisch gar nicht ratsam. Sollte das Laser-Potenzial doch mal ausgeschöpft sein, haben wir zum Glück noch andere Asse im Ärmel – zum Beispiel den Einsatz von Zusatzlinsen oder einen Linsentausch.

Expertenmeinung: Dr. Victor Derhartunian zur Sicherheit

„In meiner Klinik steht Sicherheit an erster Stelle, da gibt es keine Kompromisse. Ich sage meinen Patienten immer: Wir lasern nur so viel wie nötig und behalten so viel wie möglich. Wenn eine Nachbehandlung die Stabilität der Hornhaut auch nur im Geringsten gefährden würde, lehne ich sie konsequent ab. Dank unserer präzisen Technik wissen wir aber meistens schon vor der allerersten Sekunde der Erst-OP, ob wir uns für die Zukunft eine Tür offenhalten.“ – Dr. Victor Derhartunian

Ihr Weg zu EyeLaser: Vertrauen durch Transparenz

Sie müssen kein Mathe-Genie sein, um zu verstehen, was mit Ihren Augen passiert – dafür haben Sie ja uns. Wir machen die Zahlen für Sie greifbar.

Das persönliche Gespräch als Fundament

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie sich Ihr Auge in zwanzig Jahren anfühlen wird? Genau solche Fragen klären wir in aller Ruhe. Wir zeigen Ihnen Ihre Messwerte schwarz auf weiss und erklären Ihnen, wie viel „Guthaben“ auf Ihrem Konto ist. Bei uns gibt es kein „vielleicht“ – wir setzen auf Fakten und ein ehrliches Miteinander.

Wenn Sie bereit sind, Klarheit zu schaffen, können Sie hier ganz einfach Ihren Termin buchen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Tut eine Nachbehandlung mehr weh als die erste OP?

Nein, keine Sorge! Der Ablauf ist fast identisch und dank der Betäubungstropfen spüren Sie überhaupt nichts. Meistens verheilt die Nachkorrektur sogar noch einen Tick schneller.

Was passiert, wenn meine Hornhaut zu dünn für einen zweiten Laser-Eingriff ist?

Dann schauen wir uns alternative Wege an. Wir könnten zum Beispiel eine Zusatzlinse (ICL) einsetzen. Wir finden fast immer eine Lösung, die Ihr Sehen optimiert, ohne ein Risiko einzugehen.

Kostet eine Nachbehandlung eigentlich extra?

Innerhalb eines gewissen Zeitraums nach der ersten OP ist das bei uns oft in der Garantie enthalten. Wenn die Korrektur erst nach vielen Jahren nötig wird, besprechen wir die fairen Kosten ganz transparent mit Ihnen im Vorfeld.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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Dinge wie Alter, Augenform, Vorgeschichte und Lebensstil machen eine Augenbehandlung perfekt für die eine Person, aber nicht für eine andere. Finden Sie heraus, welche Behandlung (wenn überhaupt) Sie von Brille und Kontaktlinsen befreien könnte.

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