Was ist eine Augenlaserkorrektur?

Autor: Dr. Victor Derhartunian 29 Juni 2021

Hand aufs Herz: Du hast sicher schon mal jemanden sagen hören: „Ich habe mir die Augen lasern lassen, bestes Gefühl der Welt!“ Aber was steckt eigentlich hinter diesem Satz? Für viele klingt „Laser am Auge“ immer noch nach Science-Fiction oder löst ein mulmiges Gefühl aus. Dr. Paul Jirak und Dr. Victor Derhartunian von der Eyelaser Klinik in Zürich wollen hier mal aufräumen. Eine Augenlaserkorrektur ist nämlich keine Zauberei, sondern ein faszinierendes Stück Technik, das dir hilft, deine Brille endgültig in Rente zu schicken.

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Worum geht es bei dem Eingriff eigentlich? Wir korrigieren deinen Sehfehler chirurgisch an der Wurzel, damit du die Welt wieder mit eigenen Augen scharf siehst.
  • Muss ich Angst vor Schmerzen haben? Nein, überhaupt nicht – betäubende Augentropfen sorgen dafür, dass du während der Behandlung absolut nichts spürst.
  • Brauche ich einen gepackten Koffer fürs Krankenhaus? Nein, der Eingriff ist ambulant, das heißt, du schläfst abends schon wieder glücklich in deinem eigenen Bett.
  • Was macht der Laser da genau? Er modelliert die Oberfläche deiner Hornhaut mikrometergenau, um den optischen Fehler deines Auges auszugleichen.
  • Gibt es nur den einen Weg? Nein, wir nutzen verschiedene Methoden wie Femto-LASIK oder Trans-PRK, je nachdem, was für dein Auge am besten ist.

1. Einführung: Endlich verstehen, wie es funktioniert

Dr. Paul Jirak klärt auf

Wenn Dr. Paul Jirak Patienten erklärt, was wir tun, nutzt er gerne einfache Vergleiche. Wir bauen nicht dein ganzes Auge um. Wir machen Feintuning. „Stell dir vor, wir justieren das Objektiv einer Kamera neu“, erklärt er oft. „Wir ändern die Optik deines Auges so, dass das Licht wieder genau da landet, wo es hingehört – punktgenau auf der Netzhaut.“

Dr. Victor Derhartunian fügt aus seiner Zürcher Praxis hinzu: „Viele hören ‚Chirurgie‘ und denken an Skalpelle und Vollnarkose. Aber moderne refraktive Chirurgie ist viel sanfter. Das ist High-Tech-Präzisionsarbeit, die für den Körper oft weniger stressig ist als ein Besuch beim Zahnarzt.“

Das Prinzip der chirurgischen Sehfehlerkorrektur

Im Grunde beheben wir einen kleinen Baufehler der Natur. Egal ob du kurzsichtig, weitsichtig oder stabsichtig bist – dein Auge bricht das Licht „falsch“. Die Brille ist nur eine Krücke, die du davorhälst. Die Augenlaserkorrektur repariert den Fehler direkt an der Quelle. Wir sorgen dafür, dass dein Auge wieder ohne Hilfsmittel funktioniert.

2. Der Charakter des Eingriffs

Ambulant statt Krankenhausaufenthalt

Vergiss das Krankenhausnachthemd und das sterile Essen. Eine Augenlaserkorrektur ist ein ambulanter Eingriff. Was heißt das für dich? Du kommst zu uns, wir behandeln dich, du ruhst dich kurz bei einem Kaffee oder Wasser aus und gehst danach direkt wieder nach Hause. Dein eigenes Sofa ist immer noch der beste Ort, um sich zu erholen.

Warum die Behandlung schmerzfrei ist

Das ist die Frage, die alle beschäftigt: „Tut der Laser weh?“ Die klare und ehrliche Antwort: Nein. Wir geben dir vor dem Start spezielle Tropfen ins Auge. Die wirken in Sekunden und schalten das Schmerzempfinden deiner Hornhaut komplett aus. Du merkst vielleicht, dass wir an deinem Auge arbeiten, spürst vielleicht einen leichten Druck oder ein bisschen Wasser, aber Schmerz? Fehlanzeige.

3. Die technische Funktionsweise

Modellierung der Hornhautoberfläche

Aber was treibt der Laser da eigentlich? Stell dir deine Hornhaut wie das Glas einer Uhr vor. Damit du scharf siehst, muss dieses Glas eine ganz bestimmte Wölbung haben. Ist es zu steil oder zu flach, siehst du unscharf.

Genau hier kommt der Laser ins Spiel: Er modelliert die Hornhautoberfläche. Er poliert mikroskopisch kleine Mengen Gewebe weg – wir reden hier von Bruchteilen eines Haares –, um die Krümmung perfekt zu formen. Man könnte sagen: Wir schleifen deine Brillenstärke direkt in deine Hornhaut ein, damit sie ein fester Teil von dir wird.

4. Übersicht der Verfahren

Die bewährten Methoden: Femto-LASIK, LASIK und PRK

„Den einen Laser“ gibt es nicht. Wir haben verschiedene Werkzeuge im Koffer und wählen das, das perfekt zu deinen Augen passt:

  • Femto-LASIK & LASIK: Der Klassiker für schnelle Heilung. Wir präparieren einen hauchdünnen Deckel (Flap), klappen ihn kurz zur Seite, lasern darunter und legen ihn wieder zurück.
  • PRK & Trans-PRK: Hier arbeiten wir ganz ohne Schnitt direkt an der Oberfläche. Besonders die Trans-PRK ist eine super Option für alle, die eine dünne Hornhaut haben oder Kontaktsportarten betreiben, bei denen es auch mal ruppig zugeht.

FAQ – Die häufigsten Fragen zur Augenlaserkorrektur

Wie lange liege ich unter dem Laser?

Die eigentliche Laserzeit? Oft nur wenige Sekunden pro Auge. Insgesamt bist du vielleicht 15 bis 20 Minuten bei uns im OP-Saal.

Bleibt das Ergebnis für immer?

Ja. Das Gewebe, das der Laser abträgt, wächst nicht nach. Deine Fehlsichtigkeit ist dauerhaft korrigiert. (Dass ab 45 irgendwann die Alterssichtigkeit kommt, ist ein natürlicher Prozess, den der Laser nicht stoppt, aber für den wir auch Lösungen haben).

Was ist, wenn ich blinzle? Bin ich dann blind?

Keine Sorge, das ist unmöglich. Ein kleiner Lidhalter hält dein Auge sanft offen. Selbst wenn du den Reflex hast zu blinzeln – dein Auge bleibt offen und sicher.

Ab wann darf ich das machen lassen?

Wir sagen meistens: Warte, bis du 18 bist. Und deine Brillenwerte sollten sich seit mindestens einem Jahr nicht mehr stark verändert haben. Wir wollen ja ein stabiles Ziel treffen.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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