Grauer Star (Katarakt): Symptome, Ursachen und wann operieren

Ältere Frau mit grauem Haar lächelt – der Graue Star betrifft meist Menschen ab etwa 60

Woran Sie eine trübe Linse erkennen, was sie beschleunigt und wann der richtige Zeitpunkt für die Operation ist.

Untersuchung beim Grauen StarLeistung der Grundversicherung (TARDOC) · Strehlgasse 33, 8001 Zürich

Untersuchung buchenKosten und Krankenkasse+41 44 221 95 02

Was ist Grauer Star?

Der Graue Star (Katarakt) ist eine Trübung der natürlichen Augenlinse, die meist mit dem Alter langsam zunimmt und das Sehen verschwommen, blendempfindlich und farbblass macht. Behandeln lässt er sich nur operativ: Eine klare Kunstlinse ersetzt die trübe Linse. Bei EyeLaser Zürich zahlt die Grundversicherung die Operation, für die Linse kommen CHF 700 oder CHF 2’700 pro Auge hinzu.

Die Linse sitzt hinter der Pupille und bündelt das Licht auf die Netzhaut. Ist sie trüb, streut sie das Licht. Weltweit ist der Graue Star die häufigste Ursache für Erblindung, obwohl er sich gut behandeln lässt[2].

Grauer Star auf einen Blick
Fachbegriff Katarakt, beim Altersstar Cataracta senilis
ICD-10 H25 (Altersstar), H26 (andere Formen, darunter H26.4 Nachstar)
Typisches Alter meist ab etwa 60 Jahren, selten früher
Leitsymptome Schleiersehen, Blendung, blasse Farben, schlechtere Nachtsicht
Diagnose Untersuchung an der Spaltlampe mit erweiterter Pupille
Behandlung Operation mit Kunstlinse; keine Tropfen oder Tabletten, die die Trübung auflösen
Kasse Untersuchung und Operation über die Grundversicherung (TARDOC)

Welche Symptome hat Grauer Star?

Grauer Star beginnt schleichend und schmerzlos. Viele merken ihn erst, wenn das Gehirn die Verschlechterung nicht mehr ausgleicht. Typische Anzeichen sind[1][3]:

  • Schleier- oder Nebelsehen: Alles wirkt, als schauten Sie durch eine beschlagene Scheibe.
  • Blendung: Gegenlicht, Sonne und Scheinwerfer in der Nacht stören stärker als früher.
  • Blasse oder gelbliche Farben und weniger Kontrast, vor allem in der Dämmerung.
  • Mehr Licht zum Lesen nötig.
  • Häufig wechselnde Brillenstärke. Manche sehen in der Nähe vorübergehend sogar besser und brauchen die Lesebrille seltener. Das ist typisch für eine Trübung im Linsenkern.
  • Doppelbilder mit nur einem Auge, wenn die Linse ungleichmässig trübt.

Oft ist ein Auge stärker betroffen als das andere.

Warnzeichen — nicht typisch für Grauen Star: Plötzlich schlechteres Sehen, Schmerzen, ein rotes Auge, Lichtblitze, ein Schwarm neuer Punkte oder ein Schatten im Gesichtsfeld. Lassen Sie diese Zeichen am selben Tag augenärztlich abklären.

Wie entsteht Grauer Star, und wer ist gefährdet?

Die Linse besteht aus eng gepackten Eiweissen. Mit den Jahren verändern sie sich, verklumpen und lassen weniger Licht durch. Diesen Vorgang erleben fast alle Menschen, er verläuft aber unterschiedlich schnell[1].

Bekannte Risikofaktoren sind[1][3]:

  • Alter, der wichtigste Faktor
  • Diabetes
  • Rauchen
  • viel UV-Licht über Jahre ohne Schutz
  • Kortison, vor allem über längere Zeit als Tabletten oder Tropfen
  • Verletzungen und Entzündungen des Auges (Uveitis)
  • frühere Augenoperationen, zum Beispiel am Glaskörper
  • starke Kurzsichtigkeit
  • familiäre Veranlagung

Sonnenbrille mit UV-Schutz, Rauchstopp und ein gut eingestellter Blutzucker können das Fortschreiten verzögern. Verhindern lässt sich der Altersstar nicht.

Welche Formen des Grauen Stars gibt es?

Form Was passiert Typisch
Kernstar (nukleäre Katarakt) Der Linsenkern verhärtet und färbt sich gelblich bis bräunlich häufigste Altersform; Kurzsichtigkeit nimmt zu, Farben verblassen
Rindenstar (kortikale Katarakt) Speichenförmige Trübungen am Rand der Linse Blendung, oft lange ohne starke Sehminderung
Hinterer Schalenstar (hintere subkapsuläre Katarakt) Trübung direkt vor der hinteren Linsenkapsel früheres Alter, Diabetes, Kortison; starke Blendung und Probleme beim Lesen
Angeborener Grauer Star (kongenitale Katarakt) Trübung ab Geburt oder im Kindesalter muss früh abgeklärt werden, weil das Sehen sich sonst nicht entwickelt
Folgestar (sekundäre Katarakt) Folge von Verletzung, Entzündung, Medikamenten oder Stoffwechsel tritt oft einseitig oder früher auf

Quelle der Einteilung:[1][3]. Der Nachstar ist keine eigene Form, sondern eine Trübung nach der Operation (siehe unten).

Wie wird Grauer Star festgestellt?

Die Augenärztin oder der Augenarzt misst die Sehschärfe und untersucht die Linse an der Spaltlampe, einem Mikroskop mit Lichtspalt. Tropfen erweitern dafür die Pupille, danach dürfen Sie einige Stunden nicht Auto fahren. Geprüft werden auch Netzhaut, Sehnerv und Augendruck, denn andere Erkrankungen können ähnliche Beschwerden machen.

Steht eine Operation an, vermessen wir das Auge zusätzlich mit dem MS-39 AL oder dem Anterion, um die Stärke der Kunstlinse zu berechnen.

Bei EyeLaser Zürich rechnen wir die Untersuchung beim Grauen Star über die Grundversicherung nach TARDOC ab.

Wie verläuft Grauer Star ohne Behandlung?

Der Graue Star schreitet meist über Jahre fort, selten über Monate. Eine neue Brille hilft eine Zeit lang. Tropfen, Tabletten oder Nahrungsergänzungen, die eine bestehende Trübung auflösen, gibt es nicht[3].

Unbehandelt nimmt die Sehschärfe weiter ab, bis im Endstadium nur noch hell und dunkel erkennbar sind. Auch dann lässt sich das Sehen durch die Operation meist zurückgewinnen, sofern Netzhaut und Sehnerv gesund sind. Ein sehr weit fortgeschrittener Star kann selten den Augendruck erhöhen oder eine Entzündung auslösen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Operation?

Nicht der Befund entscheidet, sondern Ihr Alltag. Eine Operation ist sinnvoll, wenn der Graue Star Sie beim Lesen, Autofahren, Arbeiten oder bei Hobbys einschränkt[3]. Auf einen «reifen» Star zu warten, ist nicht mehr nötig. Ohne Beschwerden operieren wir in der Regel nicht.

Ihre Situation Was wir empfehlen Mehr dazu
Beginnender Grauer Star, kaum Beschwerden Brille anpassen, gutes Licht, Blendschutz, Kontrolle nach Absprache –
Blendung oder Schleier stören im Alltag Operation mit Kunstlinse Operation des Grauen Stars
Operation geplant, Wunsch nach Laserschnitten Femtosekundenlaser (FLACS) als Zusatz Grauer Star lasern (FLACS)
Sehschärfe unter der Grenze für den Führerausweis Operation besprechen; bis dahin nicht fahren Autofahren mit Grauem Star
Keine Schweizer Grundversicherung Operation als Selbstzahler zum Preis des Linsentauschs Linsentausch

Hinweis zum Führerausweis: Für Personenwagen verlangt die Verkehrszulassungsverordnung eine Sehschärfe von mindestens 0,5 am besseren und 0,2 am schlechteren Auge, bei nur einem sehenden Auge 0,6[4].

Es gibt auch medizinische Gründe, früher zu operieren, etwa wenn die Trübung den Blick auf die Netzhaut verdeckt oder den Augendruck erhöht[3].

Unsicher, ob es schon Zeit ist?Schreiben Sie uns Ihre Frage oder rufen Sie an. Bitte senden Sie keine Befunde per WhatsApp.

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Wie läuft die Operation ab?

Die Operation ist ambulant und dauert pro Auge rund 15 bis 20 Minuten. Das Auge wird mit Tropfen betäubt, auf Wunsch schlafen Sie leicht. Über einen kleinen Schnitt wird die trübe Linse mit Ultraschall zerkleinert und abgesaugt. Die gefaltete Kunstlinse entfaltet sich dann in der Linsenkapsel. Die meisten sehen schon am nächsten Tag deutlich besser.

Ablauf, Linsenwahl und Risiken: Operation des Grauen Stars.

Was kostet die Operation, und zahlt die Krankenkasse?

Bei EyeLaser Zürich rechnen wir Untersuchung und Operation über die Grundversicherung nach TARDOC ab, abzüglich Franchise und Selbstbehalt. Zusätzlich zahlen Sie pro Auge eine Aufzahlung für die Linse:

Aufzahlung pro Auge zum TARDOC-Tarif CHF
Eine Distanz scharf (Monofokal-Plus-Linse, unser Standard) 700
Mehrere Distanzen oder Hornhautverkrümmung (EDOF, Multifokal, torisch, Monovision) 2’700
Femtosekundenlaser (FLACS), zu beiden Stufen wählbar + 1’000

Augentropfen nach der Operation sind nicht in der Aufzahlung enthalten. Sie erhalten sie auf Rezept in der Apotheke; abgerechnet werden sie über die Grundversicherung. Einzelheiten und das Rechenbeispiel stehen auf der Seite Kosten und Krankenkasse.

Linse untersuchen lassenUntersuchung über die Grundversicherung (TARDOC)

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Was ist ein Nachstar?

Ein Nachstar (Cataracta secundaria) ist eine Trübung der hinteren Linsenkapsel, in der die Kunstlinse sitzt. Er entsteht Monate bis Jahre nach der Operation, wenn verbliebene Linsenzellen auf der Kapsel wachsen[5]. Es ist kein neuer Grauer Star. Die Kunstlinse selbst bleibt klar.

Das Sehen wird wieder milchig oder blendet, ähnlich wie vor der Operation. Unser Team öffnet die trübe Kapsel dann mit dem YAG-Laser. Die Behandlung ist ambulant, schmerzlos und dauert wenige Minuten. In aller Regel ist sie nur einmal nötig[5]. Die Behandlung findet bei uns an der Strehlgasse statt und wird über die Grundversicherung abgerechnet.

Was nach der Operation sonst normal ist und wann Sie sich melden sollten, steht im Ratgeber Nach der Katarakt-Operation.

Wer behandelt den Grauen Star bei EyeLaser Zürich?

Den Grauen Star operiert bei EyeLaser Zürich unser hochspezialisiertes Team, darunter Dr. med. Myron Kynigopoulos, Facharzt FMH für Ophthalmologie und Ophthalmochirurgie und Mitglied der ESCRS. Den Nachstar behandelt ebenfalls unser Team. Die Praxis liegt an der Strehlgasse 33, 8001 Zürich.

Häufige Fragen zum Grauen Star

Kann man durch Grauen Star erblinden?

Ja, unbehandelt kann Grauer Star bis zur Erblindung führen. Weltweit ist er die häufigste Ursache dafür[2]. Anders als bei vielen Netzhauterkrankungen lässt sich das Sehen aber meist zurückgewinnen, weil eine Operation die trübe Linse durch eine klare Kunstlinse ersetzt. Bei EyeLaser Zürich dauert der Eingriff pro Auge rund 15 bis 20 Minuten und ist ambulant.

Kann Grauer Star ohne Operation behandelt werden?

Nein. Es gibt keine Augentropfen, Tabletten oder Vitamine, die eine Linsentrübung nachweislich auflösen[3]. Eine neue Brille und gutes Licht helfen im Frühstadium eine Zeit lang. Sobald der Graue Star Sie im Alltag einschränkt, ist die Operation die einzige wirksame Behandlung. Bei EyeLaser Zürich zahlt dafür die Grundversicherung, für die Linse kommen CHF 700 oder CHF 2’700 pro Auge hinzu.

Wie schnell schreitet Grauer Star voran?

Meist langsam, über mehrere Jahre. Beim Kernstar ändert sich oft zuerst die Brillenstärke, der hintere Schalenstar kann schneller Beschwerden machen[1]. Wie schnell es bei Ihnen geht, zeigt nur der Vergleich zweier Untersuchungen. Bei EyeLaser Zürich legen wir den Abstand der Kontrollen nach Befund fest, häufig 6 bis 12 Monate.

Darf ich mit Grauem Star Auto fahren?

Ja, solange Sie die Mindestwerte erfüllen: Für Personenwagen verlangt die Schweizer Verkehrszulassungsverordnung eine Sehschärfe von mindestens 0,5 am besseren und 0,2 am schlechteren Auge[4]. Blendung bei Nacht kann trotzdem gefährlich sein. Bei EyeLaser Zürich messen wir die Sehschärfe bei der Untersuchung und sagen Ihnen, ob Sie noch fahren sollten. Mehr im Ratgeber Autofahren mit Grauem Star.

Was ist der Unterschied zwischen Grauem und Grünem Star?

Beim Grauen Star (Katarakt) trübt sich die Linse, der Schaden ist durch eine Operation behebbar. Beim Grünen Star (Glaukom) wird der Sehnerv geschädigt, meist durch zu hohen Augendruck, und verlorenes Sehen kehrt nicht zurück. Beide sind ab 40 Jahren häufiger und bleiben lange unbemerkt. Bei EyeLaser Zürich prüfen wir bei jeder Untersuchung des Grauen Stars auch Sehnerv und Augendruck.

Kann der Graue Star nach der Operation zurückkommen?

Nein, die Kunstlinse trübt nicht ein. Monate bis Jahre später kann sich aber die Linsenkapsel dahinter trüben, der sogenannte Nachstar[5]. Das Sehen wird dann wieder milchig. Bei EyeLaser Zürich öffnet unser Team die Kapsel mit dem YAG-Laser in wenigen Minuten, ambulant und ohne Schnitt. In aller Regel ist das nur einmal nötig.

Zahlt die Krankenkasse Untersuchung und Operation?

Ja. Bei EyeLaser Zürich rechnen wir beim Grauen Star Untersuchung und Operation über die Grundversicherung nach TARDOC ab, abzüglich Franchise und Selbstbehalt. Selbst zahlen Sie die Aufzahlung für die Linse: CHF 700 pro Auge für eine Distanz, CHF 2’700 für mehrere Distanzen, mit Femtosekundenlaser je CHF 1’000 mehr. Ohne Schweizer Grundversicherung gilt der Preis des Linsentauschs, CHF 5’000 pro Auge.

Ab welchem Alter sollte ich die Linse kontrollieren lassen?

Ab etwa 60 Jahren ist eine regelmässige augenärztliche Kontrolle sinnvoll, bei Diabetes, Kortisontherapie oder starker Kurzsichtigkeit früher. Früher zum Augenarzt sollten Sie, wenn Blendung, Schleiersehen oder häufig wechselnde Brillenwerte auftreten. Bei EyeLaser Zürich rechnen wir diese Untersuchung beim Verdacht auf Grauen Star über die Grundversicherung ab.

Quellen

  1. Liu YC, Wilkins M, Kim T, Malyugin B, Mehta JS. Cataracts. Lancet. 2017;390(10094):600–612. doi:10.1016/S0140-6736(17)30544-5 · PMID 28242111
  2. GBD 2019 Blindness and Vision Impairment Collaborators; Vision Loss Expert Group of the Global Burden of Disease Study. Causes of blindness and vision impairment in 2020 and trends over 30 years … Lancet Glob Health. 2021;9(2):e144–e160. doi:10.1016/S2214-109X(20)30489-7 · PMID 33275949
  3. Miller KM, Oetting TA, Tweeten JP, Carter K, et al. Cataract in the Adult Eye Preferred Practice Pattern. Ophthalmology. 2022;129(1):P1–P126. doi:10.1016/j.ophtha.2021.10.006 · PMID 34780842
  4. Verordnung über die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (VZV), SR 741.51, Anhang 1: Medizinische Mindestanforderungen, erste Gruppe. fedlex.admin.ch
  5. Wormstone IM, Wormstone YM, Smith AJO, Eldred JA. Posterior capsule opacification: What’s in the bag? Prog Retin Eye Res. 2021;82:100905. doi:10.1016/j.preteyeres.2020.100905 · PMID 32977000

Wie geht es weiter?

Sie bemerken Blendung, Schleier oder blassere Farben? Lassen Sie die Linse untersuchen. Beim Grauen Star rechnen wir die Untersuchung über die Grundversicherung ab.

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Medizinisch geprüft von Dr. med. univ. Victor Derhartunian, FEBO, FWCRS, am 30. September 2026 · Zuletzt aktualisiert am 30. September 2026