Was wird bei der Augenlaser Voruntersuchung geprüft?

Autor: Dr. Victor Derhartunian 29 Juni 2021

Hand aufs Herz: Wenn du an eine Augenlaser-OP denkst, hast du wahrscheinlich schon das Endergebnis im Kopf – morgens aufwachen und den Wecker ohne Brille lesen können. Ein Traum, oder? Aber bevor wir diesen Traum wahr machen, muss Dr. Victor Derhartunian bei Eyelaser erst einmal den Spielverderber spielen – im positivsten Sinne. Denn bevor wir über Dioptrien reden, müssen wir eine viel grundlegendere Frage klären: „Ist dein Auge überhaupt fit dafür?“ Für uns ist die Voruntersuchung kein lästiges Pflichtprogramm, sondern deine persönliche Lebensversicherung. Denn wir lasern nicht um jeden Preis, sondern nur, wenn es zu 100 % sicher ist.

Was erfahren Sie in diesem Text?

  • Wozu der ganze Aufwand vor der OP? Wir wollen sichergehen, dass dein Organ kerngesund ist, bevor wir überhaupt an einen Laser denken.
  • Schauen wir uns nur die Dioptrien an? Nein, neben der speziellen Laser-Vermessung checken wir deine Augen gründlicher durch als bei jedem normalen Augenarztbesuch.
  • Warum müssen die Pupillen unbedingt weit getropft werden? Nur durch diese „offenen Fenster“ können wir bis in den hintersten Winkel deiner Netzhaut schauen und Risiken ausschließen.
  • Was hat der Augendruck damit zu tun? Der Drucktest verrät uns, ob versteckte Probleme wie ein Grüner Star vorliegen, die eine OP verhindern würden.
  • Wann gibt es grünes Licht für den Laser? Erst wenn wir hinter die Gesundheit deines Auges einen dicken Haken setzen können, fangen wir an, deine OP zu planen.

1. Der Stellenwert der Voruntersuchung

Warum Dr. Victor Derhartunian diesen Schritt erklärt

Vielleicht fragst du dich: „Warum macht der Doktor so ein Gewese um die Voruntersuchung? Reicht nicht ein schneller Sehtest?“ Dr. Derhartunian ist da rigoros, weil er weiß, dass dein Auge ein hochkomplexes biologisches System ist. Er will nicht auf wackligem Fundament bauen. Wenn wir hier nicht genau hinschauen, riskieren wir das Ergebnis. Deshalb nimmt er sich die Zeit, dir genau zu erklären, warum wir jeden Millimeter prüfen.

Sicherheit als oberste Priorität

Bei uns in der Klinik gibt es ein ungeschriebenes Gesetz: Sicherheit schlägt Machbarkeit. Das bedeutet auch, dass wir manchmal ehrlich sein müssen und sagen: „Nein, das machen wir nicht.“ Klingt hart? Ist es aber nicht. Wenn wir bei der Voruntersuchung ein Risiko finden, haben wir dich vor einem Fehler bewahrt. Das ist für uns kein Scheitern, sondern ein Erfolg unserer Diagnostik.

2. Der zweistufige Diagnoseprozess

Die allgemeine augenärztliche Kontrolle

Im ersten Teil fühlst du dich wie beim TÜV – nur eben für die Augen. Wir schauen erst mal gar nicht auf den Laser, sondern auf das große Ganze. Sind deine Lider gesund? Ist der Tränenfilm stabil genug, damit das Auge nachher gut heilt? Wir suchen nach Entzündungen oder kleinen Warnsignalen, die man im Alltag leicht übersehen kann.

Spezielle Vermessung für die Laser-Operation

Dann wird es High-Tech. Jetzt vermessen wir deine Augen speziell für den Eingriff. Unsere Diagnosegeräte erstellen eine Art 3D-Landkarte deiner Hornhaut. Wir messen die Dicke auf den Mikrometer genau und scannen die Oberfläche nach Unregelmäßigkeiten ab. Hier sehen wir auch sofort, ob du vielleicht eine versteckte Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) hast, die wir beim Lasern berücksichtigen müssen.

3. Detaillierter Ablauf der Untersuchungen

Weitstellung der Pupillen und Netzhautcheck

Jetzt kommt der Teil, vor dem viele Respekt haben: die Augentropfen. Ja, sie brennen kurz und danach siehst du in der Nähe etwas verschwommen. Aber wir kommen nicht drumherum.

Stell dir die Pupille wie ein Schlüsselloch vor. Nur wenn wir es weit öffnen, sehen wir den ganzen Raum dahinter – also deinen Augenhintergrund und die Netzhaut. Wir suchen dort nach winzigen Löchern oder Rissen, die du selbst nie bemerken würdest, die aber vor einer Laserbehandlung unbedingt repariert werden müssen.

Die Bedeutung des Augendrucks

Kennst du diesen kurzen „Pustest“ beim Optiker? Wir machen das noch genauer. Wir messen deinen Augendruck, denn ein zu hoher Druck tut nicht weh, kann aber auf einen Grünen Star hindeuten. Würden wir ein Auge lasern, das eigentlich krank ist, könnten wir großen Schaden anrichten. Deshalb ist dieser Check für uns unverhandelbar.

4. Das Ziel: Ein gesundes Organ

Diagnose: Ist das Auge gesund?

Am Ende all dieser Tests legen wir die Karten auf den Tisch. Die entscheidende Frage lautet: Haben wir ein gesundes Organ vor uns? Dr. Derhartunian sagt immer: „Wir müssen nicht raten, wir müssen es wissen“. Jede noch so kleine Auffälligkeit besprechen wir mit dir.

Der Übergang zur Operationsplanung

Erst wenn wir diesen Check bestanden haben und dein Auge das Prädikat „gesund“ bekommt, geht es weiter. Jetzt – und wirklich erst jetzt – planen wir deine Augenlaser-Operation. Wir füttern den Laser mit deinen individuellen Daten und berechnen dein ganz persönliches Abtragungsprofil.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Voruntersuchung

Kann ich danach selbst mit dem Auto nach Hause fahren?

Nein, lass den Autoschlüssel lieber stecken. Durch die Tropfen sind deine Pupillen weit offen, du bist blendempfindlich und siehst alles etwas unscharf. Nimm lieber die Bahn oder lass dich abholen.

Muss ich eine Kontaktlinsen-Pause einlegen?

Unbedingt! Deine Linsen drücken die Hornhaut leicht in eine andere Form. Damit wir keine verfälschten Werte messen, solltest du weiche Linsen mindestens eine Woche und harte Linsen zwei Wochen vor dem Termin weglassen.

Tut das Ganze weh?

Keine Sorge, Schmerzen hast du keine. Die Tropfen brennen vielleicht für fünf Sekunden wie Seife im Auge, aber der Rest der Untersuchung ist völlig schmerzfrei.

Wie viel Zeit muss ich mitbringen?

Nimm dir nichts anderes vor. Wir brauchen ca. 1,5 bis 2 Stunden, damit die Tropfen wirken können und wir genug Zeit für alle Messungen und das Gespräch haben.

Bist du bereit, deine Augen auf Herz und Nieren prüfen zu lassen und den ersten Schritt in ein brillenfreies Leben zu gehen? Buche hier deinen Termin für die Voruntersuchung und lass uns gemeinsam schauen, was für dich möglich ist.

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Autor:

Dr. Victor Derhartunian

Dr. Victor Derhartunian hat sein Handwerk bei den beiden Pionieren der Laserchirurgie erlernt und gehört heute zu den führenden Chirurgen Europas. Der leitende Augenarzt von EyeLaser in Zürich kann seine Patientinnen und Patienten in 5 Sprachen beraten.

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