Unsere Verfahren zur Sehverbesserung: Ein Überblick

Diese Verfahren stehen nicht für sich. Wir verbinden sie je nach Befund.

Phake Linsen (ICL) in Zürich

Kurz erklärt

Kann man Keratokonus lasern?

Ein normales Augenlasern ist bei Keratokonus nicht möglich, eine Sehverbesserung nach der Stabilisierung oft schon. Bei EyeLaser Zürich glättet ein topografiegeführter Oberflächenlaser die Hornhaut, meist zusammen mit Crosslinking. CAIRS flachen eine starke Vorwölbung ab, eine ICL korrigiert verbleibende Kurzsichtigkeit; beide kosten CHF 4’500 pro Auge.

Zuerst muss der Keratokonus stabil sein, meist durch Crosslinking. Erst danach geht es um bessere Sicht.

1. Topographie-geführte Oberflächenlaser (Trans-PRK / Trans-PTK): Die Hornhaut glätten

Die durch den Keratokonus verformte Hornhaut verursacht verzerrtes Sehen, Blendung und Halos. Der Laser trägt die Unebenheiten gezielt ab und glättet die Oberfläche.

Der Unterschied zur üblichen Augenlaser-Behandlung liegt im Ziel: Sie korrigiert nicht die Brillenstärke, sondern wirkt therapeutisch. Deshalb heisst es phototherapeutische Keratektomie (PTK) oder, in der berührungslosen Form, Trans-PTK. Technisch läuft es ab wie eine Trans-PRK. Ziel ist immer eine regelmässigere Hornhautform und damit besseres Sehen.

Wann möglich: Der Keratokonus ist stabil oder wird im selben Eingriff vernetzt, und die Hornhaut ist dick genug, weil der Laser etwas Gewebe abträgt. In der längsten Studie zu dieser Kombination (Athener Protokoll, 144 Augen, zehn Jahre) blieb die Hornhaut bei 94,4 % stabil, die Sehschärfe ohne und mit Brille verbesserte sich (Kanellopoulos 2019, Studie des Entwicklers der Methode). Der topografiegeführte Laser kostet CHF 2’500 pro Auge (Selbstzahler, Kostengutsprache prüfen); das Crosslinking zahlt bei progressivem Keratokonus die Grundversicherung, als Selbstzahler CHF 2’300.

Refraktiver Linsentausch

2. Biologische Stabilisierung mit CAIRS: Das Fundament stärken

Bei starker Vorwölbung kommen CAIRS infrage, kurz für Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments. Statt Ringen aus Kunststoff setzen wir geformte Segmente ein aus menschlichem Spenderhornhautgewebe. Der Körper nimmt sie an. Sie stärken das Gewebe von innen und flachen die Vorwölbung ab.

Glaskörpertrübung im Auge

3. Implantierbare Kontaktlinse (ICL): wenn eine hohe Kurzsichtigkeit bleibt

Ist die Hornhaut stabil und ihre Form verbessert, bleibt oft eine hohe Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung. Eine ICL ist eine dünne, biegsame Linse, die zusätzlich zur eigenen Linse ins Auge kommt; sie trägt nichts von der Hornhaut ab. Bei Keratokonus setzen wir sie nur ein, wenn er stabilisiert und zentral ist. Die ICL kostet CHF 4’500 pro Auge.

Die Verfahren im direkten Vergleich

Vergleich: Hauptziel · Ideal für… · Art des Eingriffs
Verfahren Hauptziel Ideal für… Art des Eingriffs
Topo-geführte Trans-PRK / Trans-PTK Oberfläche glätten & regularisieren Patienten mit stabilen Hornhäuten, bei denen irregulärer Astigmatismus die Hauptursache für schlechtes Sehen ist. Hochpräzise therapeutische Oberflächenlaserbehandlung
CAIRS Struktur stärken & Form verbessern Patienten mit starker Vorwölbung und strukturell geschwächter Hornhaut, oft als erster Schritt der Rehabilitation. Implantation von biologischem Gewebe
ICL Fehlsichtigkeit präzise korrigieren Patienten, deren Hornhautform bereits stabilisiert und verbessert ist, um die verbleibende Restfehlsichtigkeit zu beheben. Implantation einer Zusatzlinse im Auge

Zuerst stabilisieren, dann rehabilitieren

Dr. Victor Derhartunian

Unsere Philosophie ist klar: Zuerst stabilisieren, dann rehabilitieren. Wir setzen mehrere Verfahren ein, um die Form Ihrer Hornhaut zu verbessern und optische Fehler zu verringern.

Dr. Derhartunian über die visuelle Rehabilitation:

«Einen Keratokonus zu stoppen, ist eine exakte Wissenschaft. Die Sehkraft danach wiederherzustellen, ist eine Kunst. Es erfordert ein tiefes Verständnis der Hornhaut-Biomechanik und die Fähigkeit, verschiedene hochmoderne Verfahren strategisch zu kombinieren. Unser Ziel ist es, für jeden Einzelnen einen massgeschneiderten Plan zu entwickeln, der das volle Sehpotenzial sicher und effektiv ausschöpft.»

Was kostet die Sehverbesserung bei Keratokonus, und was zahlt die Kasse?

Ein Leben ohne Brille – Erfolgsgeschichten aus Zürich
Kosten der Behandlungen bei Keratokonus — EyeLaser Zürich
Behandlung Preis pro Auge Krankenkasse
Crosslinking CHF 2’300 (Selbstzahler) Grundversicherung bei progressivem Keratokonus
Topografiegeführter Laser CHF 2’500 (Selbstzahler) Kostengutsprache prüfen
CAIRS CHF 4’500 im Einzelfall, Kostengutsprache
ICL CHF 4’500 Selbstzahler

Voruntersuchung bei medizinischer Indikation nach TARDOC über die Krankenkasse. Medikamente und Augentropfen auf Rezept. Alle Preise: Kosten bei Keratokonus.

Ihr Wegweiser: Welcher Schritt könnte für Sie relevant sein?

Alterssichtigkeit behandeln in Zürich

Dieses Tool dient nur zur Orientierung und ersetzt keine medizinische Beratung.

  • Frage 1: Ist Ihr Keratokonus ärztlich bestätigt, aber noch nicht durch Crosslinking gestoppt?
  • Frage 2: Ist Ihr Keratokonus bereits stabil, aber Sie leiden unter stark verzerrtem Sehen, Halos oder Blendung?
    • Ja, die Sehqualität ist mein Hauptproblem. -> Dann sind Verfahren zur Formverbesserung wie die Topo-geführte Trans-PRK/PTK oder CAIRS für Sie relevant.
  • Frage 3: Ist Ihre Sicht nach einer Behandlung schon gut, aber Sie stört die verbleibende hohe Brillenstärke?
    • Ja, ich wünsche mir mehr Brillenfreiheit. -> Die Implantation einer ICL könnte Ihr finaler Schritt zu mehr Unabhängigkeit sein.

Welcher Weg passt zu Ihrem Keratokonus?

Das entscheiden die Tomografie und Ihr Alltag. Vereinbaren Sie eine Untersuchung an der Strehlgasse 33 in Zürich; bringen Sie frühere Messungen und Ihre Kontaktlinsenwerte mit.

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FAQ: Häufig gestellte Fragen zur visuellen Rehabilitation

Was ist ein realistisches Ziel bei der Sehverbesserung?

Ziel ist die beste Sehschärfe, die sich mit Brille oder Linse erreichen lässt, bei so wenig optischen Fehlern wie möglich. Eine vollständige Brillenfreiheit ist möglich, aber nicht immer das primäre Ziel. Die Verbesserung der Lebensqualität, z.B. durch sicheres Nachtfahren, steht im Vordergrund.

Muss ich alle hier genannten Verfahren durchführen?

Nein, auf keinen Fall. Oft reicht ein einziger Schritt, etwa eine Trans-PRK zusammen mit Crosslinking. Der mehrstufige Plan ist für komplexe oder sehr fortgeschrittene Fälle reserviert.

Wie lange muss ich zwischen den einzelnen Behandlungsschritten warten?

Die Heilungs- und Stabilisierungsphasen sind entscheidend. Zwischen einer CAIRS-Implantation und dem nächsten Schritt liegen meist mindestens 6 Monate.

Warum kann ich nicht einfach weiterhin harte Kontaktlinsen tragen?

Für viele ist eine formstabile Kontaktlinse auf Dauer die beste Lösung. Ein Eingriff kommt vor allem infrage, wenn Sie Linsen nicht vertragen, unter trockenen Augen leiden oder ohne Kontaktlinsen leben möchten.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für diese Verfahren?

Das Crosslinking zur Stabilisierung ist eine Pflichtleistung. Die Verfahren zur Sehverbesserung — Laser, CAIRS, ICL — gelten meist als Wahlleistung; die Grundversicherung zahlt sie nicht immer. Wir erstellen für Sie einen transparenten und detaillierten Kostenvoranschlag.

Sind diese Eingriffe schmerzhaft?

Alle Eingriffe erfolgen mit betäubenden Augentropfen; während des Eingriffs spüren Sie in der Regel keinen Schmerz. Bei der Trans-PRK/PTK können in den ersten 2-3 Tagen nach dem Eingriff Beschwerden auftreten, die wir mit Medikamenten gut behandeln.

Was sind die Hauptrisiken bei einer CAIRS-Implantation?

Da es sich um biologisches Gewebe handelt, sind die Risiken sehr gering. Wie bei jedem chirurgischen Eingriff gibt es ein minimales Infektionsrisiko. Abstossung und Herauswandern, wie sie bei Ringen aus Kunststoff vorkommen, sind bei CAIRS sehr unwahrscheinlich.

Wie entscheidet sich, ob Laser oder CAIRS für mich besser ist?

Kurz gesagt: Der Laser glättet eine Hornhaut, deren Grundform schon stimmt. CAIRS formen und stützen eine stark verformte Hornhaut. Die Entscheidung treffen wir auf Basis Ihrer exakten Hornhaut-Topographie.

Kann sich mein Sehen nach einem dieser Eingriffe auch verschlechtern?

Ja, das ist möglich, wenn auch nicht häufig. Nach Crosslinking verloren in einer Zürcher Studie 2,9 % der Augen zwei oder mehr Zeilen Sehschärfe (Koller et al. 2009); für CAIRS und den topografiegeführten Laser gibt es noch keine verlässliche Häufigkeitsangabe. Vorübergehende Schwankungen in der Heilungsphase sind normal. EyeLaser Zürich bespricht das Risiko vor jedem Eingriff.

Kann der Keratokonus nach einer erfolgreichen Rehabilitation wieder fortschreiten?

Selten, aber möglich. Nach Crosslinking schritt der Keratokonus in einer Zürcher Studie bei 7,6 % der Augen innerhalb eines Jahres weiter fort (Koller et al. 2009); nach der Kombination mit Laser blieb die Hornhaut über zehn Jahre bei 94,4 % stabil (Kanellopoulos 2019). Bei EyeLaser Zürich kontrollieren wir die Hornhaut deshalb auch nach der Sehverbesserung regelmässig.

Kommt eine ICL bei Keratokonus in Frage?

Ja, wenn der Keratokonus stabilisiert ist und die Vorwölbung zentral liegt. Eine ICL korrigiert dann eine verbleibende hohe Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung, ohne Hornhautgewebe abzutragen. Bei EyeLaser Zürich kostet die ICL CHF 4’500 pro Auge; vorher muss die Hornhaut über längere Zeit stabil gemessen sein.

Quellen
  1. Kanellopoulos AJ. Ten-Year Outcomes of Progressive Keratoconus Management With the Athens Protocol (Topography-Guided Partial-Refraction PRK Combined With CXL). J Refract Surg 2019;35:478–483. PubMed 31393985
  2. Koller T, Mrochen M, Seiler T. Complication and failure rates after corneal crosslinking. J Cataract Refract Surg 2009;35:1358–1362. PubMed 19631120
  3. Jacob S, Patel SR, Agarwal A et al. Corneal Allogenic Intrastromal Ring Segments (CAIRS) Combined With Corneal Cross-linking for Keratoconus. J Refract Surg 2018;34:296–303. PubMed 29738584