Nachkorrektur nach Augenlasern in einer anderen Klinik

Ein Augenlaser-Eingriff in einer anderen Klinik hat nicht das erhoffte Ergebnis gebracht: Restfehlsichtigkeit, Rückgang der Sehschärfe, Halos oder anhaltend trockene Augen. Ob eine Nachkorrektur sinnvoll und sicher ist, entscheiden wir nicht nach Gefühl, sondern nach Messwerten der Hornhaut. Wir sagen Ihnen auch, wenn wir davon abraten.
≥ 3 MonateAbstand zum Ersteingriff, meist nötig
MS-39AS-OCT: Flap, Epithel und Hornhautdicke sichtbar
CHF 300Voruntersuchung, wird bei Behandlung angerechnet
25’000refraktive Eingriffe durch Dr. Derhartunian

Zweitmeinung gewünscht?Gratis Erstgespräch, auch als Videogespräch · Unterlagen der ersten Klinik sind hilfreich, aber nicht Bedingung

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Wann eine Nachkorrektur überhaupt in Frage kommt

Nicht jedes unbefriedigende Ergebnis ist ein Fall für den Laser. Diese vier Situationen sehen wir am häufigsten, und sie brauchen unterschiedliche Antworten.

Restfehlsichtigkeit

Es ist noch eine Kurz-, Weit- oder Stabsichtigkeit übrig, meist unter einer Dioptrie. Ist die Hornhaut dick genug und die Werte seit drei Monaten stabil, lässt sich das feinjustieren.

Regression

Das Ergebnis war zunächst gut und hat sich über Monate zurückentwickelt, häufiger nach höheren Korrekturen. Wichtig ist, dass die Rückentwicklung zum Stillstand gekommen ist.

Halos, Blendung, Geisterbilder

Typisch bei kleiner oder dezentrierter Behandlungszone, grosser Pupille oder Restastigmatismus. Die Ursache zeigt sich in Topographie und Wellenfront, und nicht jede Ursache braucht einen Eingriff.

Trockene Augen

Nach Flap-Verfahren häufig und meist vorübergehend. Hier wird zuerst behandelt, nicht gelasert. Ein Laser auf trockenem Auge verlängert die Erholung unnötig.

Ein Sonderfall: Wird die Hornhaut nach dem Eingriff dünner und unregelmässiger (Ektasie), ist ein weiterer Abtrag ausgeschlossen. Dann stabilisieren wir zuerst, mit Crosslinking oder CAIRS-Ringsegmenten, und korrigieren erst danach, meist mit einer Linse.

Was wir bei der Voruntersuchung messen

Hornhautdicke und Reserve
Wie viel Gewebe hat der Ersteingriff verbraucht, wie viel bleibt für eine Korrektur, und wie viel muss danach mindestens stehen bleiben? Diese Rechnung entscheidet, ob ein Laser überhaupt sicher ist.
Flap und Epithel im AS-OCT
Der MS-39 zeigt die Flap-Dicke, die Epitheldicke über der ganzen Hornhaut und Narbenzonen. Ein verdicktes Epithel kann einen Teil der Regression erklären.
Vorder- und Rückfläche
Topographie und Tomographie decken Unregelmässigkeiten, Dezentrierungen und frühe Ektasiezeichen auf, die mit der Brillenstärke allein unsichtbar bleiben.
Wellenfront und Pupille
Höhere Abbildungsfehler und die Pupillengrösse im Dunkeln erklären Halos und Blendung. Sie bestimmen auch, ob eine wellenfrontgeführte Behandlung Sinn ergibt.
Tränenfilm und Augenoberfläche
Trockenheit verfälscht Messwerte und Ergebnisse. Sie wird vor jeder Entscheidung behandelt und neu gemessen.
Stabilität
Zwei Messungen im Abstand von Wochen bis Monaten. Verändert sich die Sehstärke noch, warten wir.

Welche Wege es gibt

Ausgangslage Möglicher Weg Voraussetzung
Restfehlsichtigkeit nach LASIK, Flap intakt Flap anheben und nachlasern, oder Oberflächenbehandlung auf dem Flap stabile Werte, ausreichende Reserve, Flap gut beurteilbar
Restfehlsichtigkeit nach SMILE oder SmartSight Oberflächenbehandlung (Trans-PRK), in ausgewählten Fällen Femto-LASIK über der Kappe regelmässige Hornhaut, genügend Dicke
Restfehlsichtigkeit nach PRK oder Trans-PRK erneute Oberflächenbehandlung stabile Werte nach mindestens sechs Monaten
Dünne oder auffällige Hornhaut ICL-Linse ins Auge, kein weiterer Gewebeabtrag ausreichende Vorderkammertiefe
Alterssichtigkeit dazugekommen PresbyMAX bei klarer Linse, sonst Linsentausch Alter, Linsenzustand, Erwartung
Ektasie erst Crosslinking oder CAIRS, dann Linse frühe Diagnose, keine weitere Laserabtragung

So läuft es bei uns ab

1

Erstgespräch

Gratis, auf Wunsch per Video. Sie schildern, was Sie stört, und schicken vorhandene Unterlagen. Wir sagen Ihnen offen, ob sich die Anreise lohnt.

2

Grosse Voruntersuchung

Rund 90 Minuten mit allen oben genannten Messungen. CHF 300, bei einer Behandlung angerechnet. Sie erhalten eine schriftliche Einschätzung, auch wenn wir abraten.

3

Entscheidung und Preis

Verfahren, Ziel und Preis verbindlich, bevor Sie sich festlegen. Kein Eingriff am selben Tag; Sie sollen in Ruhe entscheiden.

4

Eingriff und Nachsorge

Durch Dr. Derhartunian persönlich. Kontrollen der ersten drei Monate inbegriffen, danach ist die Jahreskontrolle kostenpflichtig. Wie ein OP-Tag abläuft, steht hier.

Weiterführend

Refraktive Revisionschirurgie: Komplikationen nach Laser- und Linseneingriffen · Keratokonus und Ektasie · Wann wir vom Lasern abraten · Unsere Diagnostik und Laser

Häufige Fragen zur Nachkorrektur nach einem Eingriff anderswo

Kann ich nach einer LASIK oder SMILE in einer anderen Klinik bei Ihnen nachkorrigieren lassen?

Ja, wenn die Voraussetzungen stimmen: stabile Werte, ausreichend dicke und regelmässig geformte Hornhaut, kein Hinweis auf eine Ektasie. Das klärt die Voruntersuchung. Wir behandeln regelmässig Patientinnen und Patienten, deren Ersteingriff anderswo stattfand.

Wie lange muss der Ersteingriff zurückliegen?

In der Regel mindestens drei Monate, bei PRK-Verfahren eher sechs. Vorher schwanken die Werte noch, und eine Korrektur auf ein bewegliches Ziel ist nicht sinnvoll.

Brauche ich die Unterlagen der ersten Klinik?

Sie helfen sehr: Werte vor dem Eingriff, das Verfahren, die Zieleinstellung und die Hornhautdicke. Fehlen sie, können wir vieles selbst messen, insbesondere die Flap- und Epitheldicke im AS-OCT. Wir kontaktieren die erste Klinik nur mit Ihrem Einverständnis.

Was kostet die Nachkorrektur?

Den Preis nennen wir Ihnen nach der Voruntersuchung verbindlich und schriftlich; er hängt vom nötigen Verfahren ab. Die Voruntersuchung kostet CHF 300 und wird bei einer Behandlung angerechnet. Zusatzversicherungen beteiligen sich in Einzelfällen; wir stellen alle Belege aus.

Ist ein zweiter Eingriff riskanter als der erste?

Das Risiko hängt weniger von der Zahl der Eingriffe ab als von der verbleibenden Hornhaut und ihrer Form. Deshalb rechnen wir vorher aus, wie viel Gewebe der Eingriff braucht und wie viel danach bleibt. Ist die Reserve knapp, raten wir zum Laser ab und schlagen eine Linse vor.

Was, wenn die Hornhaut zu dünn ist?

Dann ist ein weiterer Laserabtrag nicht sicher. Alternativen sind die ICL-Linse, die ohne Gewebeabtrag korrigiert, oder bei Alterssichtigkeit der Linsentausch. Beides bespricht Dr. Derhartunian mit Ihnen anhand Ihrer Messwerte.

Was ist mit Halos und Blendung nachts?

Erst messen: Pupillengrösse im Dunkeln, Zentrierung der Behandlungszone, Wellenfront. Ist die Zone zu klein oder dezentriert, kann eine topographie- oder wellenfrontgeführte Korrektur helfen. Manchmal reicht auch Zeit und die Behandlung trockener Augen.

Wer operiert?

Dr. med. univ. Victor Derhartunian persönlich, von der Voruntersuchung bis zur letzten Kontrolle. Rund 25’000 refraktive Eingriffe, einschliesslich Revisionen nach Eingriffen anderer Kliniken.

Erst messen, dann entscheiden.Gratis Erstgespräch · Voruntersuchung CHF 300, angerechnet bei Behandlung

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